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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Cass - Legend of a Hooligan
Band FILM
Titel Cass - Legend of a Hooligan
Label/Vertrieb New KSM
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Veröffentlichung 03.05.2010
Laufzeit 109:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Filme ber Hooligans haben wir in den letzten Jahren einige zu Gesicht bekommen. Streifen wie "Hooligans", "Football Factory" oder "Liverpool Gangster" waren allesamt fiktive Spielfilme, die aber absolut einen nicht zu verachtenden Unterhaltungswert hatten. Wer so etwas bei "Cass - Legend of a Hooligan" erwartet, wird enttuscht sein! Beim Spielfilmdebt von Regisseur Jon S. Baird handelt es sich vielmehr um ein Biopic ber den farbigen Hooligan Carol "Cass" Pennant, der im brigen der erste inhaftierte Fuballschlger in England war. Pennant, der seinen Namen hasste und sich in Anlehnung an Cassius Clay umbenannte, wuchs als einziger Schwarzer unter Weien auf, und musste somit immer unter Beleidigungen und Schlgen leiden. Er wuchs heran, und schlug sich durchs Leben. Im Jahr 1972 geriet er in die Fnge des Hooligan-Clubs ICF, und er stieg dort schnell zu einem gefrchteten Mitglied auf. Dies ist seine Geschichte, die aber vielmehr auf den Menschen eingeht, und die Situation die ihn in diese Rolle als Gewalttter drngte, als auf plakative und brutale Schlgereien zu setzen. Auseinandersetzungen sind zwar auch zu sehen, diese werden aber nicht in Szene gesetzt, sondern sind einfach Mittel zum Zweck, und eher kurz gehalten. Die FSK 18 erschliet sich mir somit eher weniger. Den Film knnte man von der Machart her am ehesten mit dem (sehr sehenswerten) Skinhead-Drama "This is England" vergleichen. Die Darsteller machen ihre Sache spitze, und auch die Darstellung der damaligen Zeit sind gelungen. Teilweise bekommt man auch kurze Einspielungen aus damaligen Interviews mit Margaret Thatcher zu sehen, sowie kurze Hooligan-Szenarien in Fuballstadien. Trotz der ernsten Thematik bleibt der Film stets sympathisch, und scheut auch nicht davor in einzelnen Szenen etwas zum Schmunzeln zu bieten. Leider ist das Bild der Blu-Ray nicht auf HD-Niveau. Dafr ist das Bildrauschen zu stark, und auch die Schrfe lsst zu wnschen brig. Die Extras hingegen sind gerade wegen des 24-mintigen Interviews mit dem echten Cass Pennant mehr als sehenswert! Fr mich ein rundum gelungener Film ber eine interessante Persnlichkeit, die mehr als nur eine Entwicklung durchgemacht hat im Leben.
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