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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - La Vida Loca - Die Todesgang
Band FILM
Titel La Vida Loca - Die Todesgang
Label/Vertrieb Ascot Elite Entertainment
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Veröffentlichung 06.05.2010
Laufzeit 90:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Dass in Sdamerika Gewalt an der Tagesordnung ist, wissen wir nicht erst seit Kurzem. Zur Genge gibt es Berichte ber die Favelas in Rio de Janeiro oder die Drogenkartelle in Kolumbien bzw. die Drogenkriege in Mexiko usw. Die Dokumentation "La Vida Loca - Die Todesgang" befasst sich mit den Gangs "Mara 18" und "Mara Salvatrucha", die in San Salvador und darber hinaus berchtigt sind. Dies tut sie aber nicht in gewohntem Stil einer Dokumentation. Man wird zu Beginn lediglich ber kurze Stze mit den Gegebenheiten konfrontiert, um dann eineinhalb Stunden verschiedene Gangmitglieder der "Mara 18" kennenzulernen und sterben zu sehen. Es gibt keine wirklichen Bezugspersonen, ebenso wenig wie eine begleitende Stimme im Hintergrund. Die Mitglieder der Gang beschreiben ihren Alltag, ihre Kmpfe mit anderen Gangstern und man sieht das offensichtliche Elend berall. Der Tod ist ein stndiger Begleiter aller dort, seien es Mnner, Frauen oder Kinder. Eine hohe Lebenserwatung hat keiner, und zur Gang zu gehren scheint fr alle ein lebenswichtiges Ziel zu sein. Menschenleben sind nichts wert, das verdeutlichen dann auch noch Szenen, die in einem rtlichen Gefngnis aufgenommen wurden. In Interviews wird deutlich, dass die Insassen ein Leben lang mit Gewalt und Tod konfrontiert wurden, und auch zu keiner Zeit davor zurckschrecken wieder zu tten. Regisseur Christian Poveda recherchierte 2009 fr eine zweite Dokumentation in Tonacatepeque (unweit von San Salvador), und wurde dort mit 4 Schssen ins Gesicht hingerichtet. Die Tter und das Tatmotiv sind bis heute im Unklaren. Fr Interessierte Zuschauer ist dieses Werk sicher interessant, es werden sich aber einige auch an der Machart stren, die einfach alles als Gegeben hinnimmt, und im Grunde vollkommen wertfrei daherkommt.
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