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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DISMEMBER - Live Blasphemies
Band DISMEMBER
Titel Live Blasphemies
Label/Vertrieb Escapi New Media
Homepage www.dismember.se
Veröffentlichung 30.08.2004
Laufzeit 50 min / 80 min
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Nach dem tollen "Where Ironcrosses grow" erscheint nun endlich auch eine (Doppel-)DVD der Schweden-Death-Urgesteine DISMEMBER. Das rostrot gehaltene Booklet gibt sich dabei recht spartanisch, da es nur ein paar Live-Fotos der Band und der Mitglieder im einzelnen ablichtet, die dafr aber stimmig getroffen wurden.
DVD 1 gefllt direkt durch das im "Pieces"-EP-Stil gehaltene Men, bei dem man die einzelnen abgehackten Kpfe anwhlen kann. Als Audioeinstellmglichkeit stellen sich einem Dolby 5.1, DTS und simples Stereo zur Wahl, whrend man auerdem die Sprache der Untertitel fr die in schwedisch gehaltenen Ansagen von Snger Matti einstellen kann. Das Konzert, das auf der ersten DVD enthalten ist, wurde 2003 in einem Club in Stockholm mitgeschnitten, dauert etwa 50 Minuten und lsst sich entweder komplett am Stck oder per Trackanwahl erleben. Sofort fllt der wohl leicht aufgepeppte, aber trotzdem halbwegs authentische (und wie immer sehr basslastige) Sound und die tolle Bildqualitt auf, die durch gelungene und nie zu hektische Kamerawechsel zustzlich an Geltung gewinnt. Meist wird halbwegs gleichberechtigt auf die Bandmitglieder gehalten, die sich fr eine Death Metal-Combo recht agil geben, bangen und zu kleinen Spen untereinander aufgelegt sind. Das fr meinen Geschmack ziemlich zurckhaltende Publikum muss oft von Matti aufgestachelt werden, das mag aber auch an der Hitze in dem Laden liegen. An der Setlist fllt auf, dass von den insgesamt elf Stcken ganze fnf vom bermchtigen Debt "Like an everflowing Stream" stammen, was allerdings nicht weiter verwundert, handelt es sich bei der Platte doch schlielich um eine der besten Death Metal-Machwerke aller Zeiten! Daher kommen die anderen Scheiben etwas zu kurz, Kracher wie "Casket Garden", "Skinfather", "Misanthropic", "Hate Campaign" und "I saw them die" werden aber glcklicherweise nicht vergessen.
Neben dem coolen Konzert, bei dem man zusammen mit den Fans mehr und mehr in Fahrt kommt und auftaut, enthlt DVD 1 noch ein paar Extras, wobei neben der obligatorischen Slideshow, den Credits und einer Bandinfo mit Bildern besonders die Diskographie hervorzuheben ist. Jedes Album ist hier mit Cover, Tracklist und Produktionsinfos abgedruckt und lt sich zu fetter Musik im einzelnen betrachten, definitiv neben dem Konzert das Highlight dieses Rundlings!
DVD 2 bietet in satten 80 Minuten als "16 years of Death Metal" einen stndigen Wechsel zwischen einem aktuellen Interview und Live-Mitschnitten von 1989 bis zur krzlich erfolgten USA-Tour. Dazu gesellen sich ab und an Aufnahmen aus dem Bus oder Backstage-Bereich. Die Qualitt der Live-Mitschnitte kann dabei alleine aufgrund des Alters nicht mit der ersten DVD mithalten, was aber erstens nicht verwundert und zweitens nicht wirklich strt, denn die Stimmung ist immer richtig gut! In dem informativen Interview sind besonders die Anekdoten ber prgelnde Bullen '92 in Polen, die verlorenen Lyrics der "Pieces"-EP und die Vorladung wegen "Skin her alive" vor einem englischen Gericht hchst amsant zu verfolgen. Wobei mir neu war, dass der Text zu besagtem Song durch eine wahre Begebenheit inspiriert sein soll, die sich bei Matti's Untermieter zugetragen haben soll... Sehr schn auch das wiederholte ablstern ber die Ex-Plattenfirma Nuclear Blast und deren Qualitten als Windfahne. Und wer sich die ganze Zeit ber gefragt hat, wo denn dieses schei "Dreaming in Red" bleibt, dem sei gesagt, dass dieser Klassiker gebhrend als wrdiger Abschluss der zweiten DVD eingesetzt wurde, also wurde auch hier an alle(s) gedacht.
Fazit: Erst "Where Ironcrosses grow" auf CD, jetzt "Live Blasphemies" auf 2-DVD, was will man als Death Metal-Fan mehr?! Zumal das gute Stck mit viel Liebe zum Detail und Gespr frs Wesentliche gemacht worden ist. Schade ist eigentlich nur, dass kein einziger der Videoclips von DISMEMBER verbraten wurde, aber da drfte NB wohl was dagegen gehabt haben...
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