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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Die Besucherin
Band FILM
Titel Die Besucherin
Label/Vertrieb COIN FILM
Homepage www.die-besucherin.de
Veröffentlichung 27.11.2009
Laufzeit 104:00 Minuten
Autor Alexander Meyer
Bewertung 4 von 15 Punkten
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Nachdem ich ber all die schlechten B-Horrorstreifen in unserer Filmecke abgelstert hatte, wollte man mir wohl etwas Gutes tun und hat mir dieses von der deutschen Filmkritik hoch gelobte Werk zur Rezension zukommen lassen. Leider kann man in diesem Fall getrost vom sprichwrtlichen "Perlen-vor-die-Sue-Werfen" sprechen, denn mich haben die gut anderthalb Stunden deutsche Filmkunst zu Tode gelangweilt. Laut ARTE gehrt "Die Besucherin" - ich zitiere - "zu den intensivsten Seheindrcken, die das deutsche Kino in jngster Zeit zu bieten hatte." Nur leider zappe ich schon beim heimischen Fernsehabend in der Regel schneller durch ARTE als Samuel L. Jackson in Pulp Fiction den Abzug drcken kann und der Begriff "ARTE-Film" ist in unserem Wohnzimmer per se negativ belegt. Von dem hoch gelobten Aufgebot an Theaterschauspielern kennt man Samuel Finzi aus diversen TV-Produktionen und Andre Jung aus "Das Experiment" (brigens ein deutscher Film, den man uneingeschrnkt empfehlen kann). Finzi spielt den treu sorgenden Ehemann von Hauptdarstellerin Sylvana Krappatsch, Jung deren lteren Liebhaber. Regiesseurin Lola Randl inszeniert diese Dreiecksgeschichte, in deren Mittelpunkt die erfolgreiche Neurowissenschaftlerin Agnes aus ihrem Alltag geprgt von Beruf und Familie auszubrechen versucht, mal lakonisch - mal langatmig. Am Ende, das ich an dieser Stelle natrlich nicht vorwegnehmen will, um den Heerscharen Kultur interessierter MY Rev-LeserIinnen die Spannung nicht zu nehmen, bleibt so manche Frage offen, z.B. warum die Protagonistin stndig Nahrung aufnimmt und trotzdem so spindeldrr ist. Aber die Magersuchtproblematik bleibt uns in einem Film, der ansonsten viele Fsser (Rollenkonflikt, Beziehungsprobleme, Midlifecrisis, Tod des Partners, Geschwisterkampf, Materialismus, etc.) aufmacht, ohne die Dinge wirklich beim Namen zu nennen, glcklicherweise erspart.
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