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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Bittersüße Schokolade
Band FILM
Titel Bittersüße Schokolade
Label/Vertrieb Ascot/ Elite Entertainment
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Veröffentlichung 20.08.2009
Laufzeit 108:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 3 von 15 Punkten
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In Mexiko wird Anfang des 20. Jahrhunderts die kleine Tita geboren. Und zwar nicht wie jeder andere neue Erdenbürger, sondern in einem wahren Fruchtwassertsunami, der sogleich die halbe Küche überschwemmt! Das Salz, welches darin gelegen hat wird natürlich getrocknet und aufgesammelt, da es sicher ein ganz besonderes Aroma in den Speisen entwickelt, welche die Mexikanerinnen am Herd so zaubern.
Einige Jahre ziehen ins Land, und die kleine Tita wächst zu einer jungen Frau heran, wie auch ihre Schwestern. Sie verliebt sich in Pedro, der darf die Holde jedoch nicht ehelichen, da ihre herrschsüchtige Mutter Elena meint, das Töchterlein soll sie bis zum Tode pflegen. So weit so gut. Also bekommt der gute Pedro kurzerhand eine Schwester von Tita zur Frau, die nebenbei bemerkt auch WELTEN besser aussieht als die olle Tita selbst. Diese ist nämlich leider das hässliche Entlein unter den Darstellerinnen, was unter der gegebenen Geschichte doch eher verwunderlich ist! Nunja, es ist wie es ist, und Pedro geiert nach wie vor nach seiner Tita, und umgekehrt tut diese es genauso. Ab und an wird mal gepimpert, aber das kriegt natürlich keiner mit.
Irgendwann macht der Hausdrachen Elena dann einen Abflug - nein, nicht in luftige Höhen, sondern einen Abhang hinunter, und stirbt dabei. Tita will noch einen Arzt ehelichen, schwört aber nebenher dem potenten Pedro nicht ab. Somit kommt es wie es kommen muss, in schwülstigen spanischen Beststeller-Verfilmungen: Tita heiratet den Doc, Pedros Frau segnet irgendwann das Zeitliche, und deren beiden Kinder heiraten inzestuöser Weise auch noch.
Also in meinen Augen geht der ganze Film mal so gar nicht! Es geht primär ums Kochen, und dass die olle Tita damit Leute geil machen kann! Ja, richtig gelesen. Tita kocht, und auf einmal werden die Leute liebestoll, was sogar eine Schwester dazu bringt, in ihrer Geilheit, nackt mit einigen Gauchos die Biege zu machen! Das sollen vielleicht humoristische Züge sein, aber die passen überhaupt nicht in die Geschichte. Auch die ganze restliche Liebesgeschichte hätte man auf die Hälfte reduzieren können. Die deutsche Synchro tut den Rest zum Schützenfest. Für mich ein Film, der sich selbst für einen Frauenabend eher weniger eignen dürfte.
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