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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Vorhof zum Paradies
Band FILM
Titel Vorhof zum Paradies
Label/Vertrieb MIG / EuroVideo
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Veröffentlichung 20.08.2009
Laufzeit 102:00 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Wir schreiben das Jahr 1946 und befinden uns in Hell's Kitchen, einem Teil von Brooklyn und somit in New York. Die drei Brder Cosmo, Victor und Lenny sind hier aufgewachsen und Leben am Rande des Existenzminimums. Das Gromaul Cosmo hat aber eine Idee, wie die drei Brder zu Geld kommen knnen : der hnenhafte Victor soll als Catcher in den Ring steigen, seine Brder dienen als Manager. Im Paradise Alley werden regelmig Ringkmpfe veranstaltet und hier soll der groe Reibach gemacht werden. Obwohl Lenny zuerst strikt dagegen ist, wird er doch bald durch die ersten Erfolge zum erbarmungslosen Antreiber fr Victor.
Zu aller erst sollte man dem Label danken, dass diesen Film erstmals auf DVD verffentlicht. Und im Gegensatz zu der alten VHS Kassette gibt es diesmal keine Schnitte. Es handelt sich hier um den ersten Film, in dem Sylvester Stallone Regie gefhrt hat. Weiterhin war er auch fr das Drehbuch verantwortlich und spielt als Cosmo die Hauptrolle in "Vorhof zum Paradies".
Zugegeben, die ganze Geschichte hrt sich natrlich schon irgendwo nach "Rocky" an, denn die Protagonisten haben nicht nur einen italienischen Einwanderungshintergrund sondern halten sich ebenfalls mit kleinen, dreckigen Geschften soeben ber Wasser. Auch geht es um Ringkmpfe, um Macht und Ehre sowie einem mrchenhaften Aufstieg aus der Gosse zum Star.
Das dieser Film eher in der Versenkung verschwand als der bereits oben erwhnte Welterfolg liegt einfach daran, dass die Geschichte nicht wirklich gut erzhlt wird. Und das liegt nicht daran, dass "Vorhof zum Paradies" knapp 31 Jahre auf dem Buckel hat, sondern Tragik und Komik werden in einer Weise verknpft, wie ich es zumindest noch nicht gesehen habe.
Da verabschiedet sich ein alternder Ringer vom Leben, kndigt seinen Selbstmord an und springt in den Hudson River. Doch er fllt nicht ins eiskalte Wasser, sondern auf ein kleines Boot. Es folgt ein kleiner Lacher, bevor dann mit dem zweiten Sprung in den Fluss dem Leben tatschlich ein Ende gesetzt wird. Wer an solchen Einlagen gefallen findet, sollte dem Film eine Chance geben. Die Freunde von Stallone werden sich den Film eh ins Regal stellen, ansonsten kann man getrost eine Empfehlung an diejenigen ausgeben, denen eigentlich nichts zu skurril ist und an Leute, die immer schon mal wissen wollten, wie der Prototyp von "Rocky" ausgesehen hat.
Kleines Schmankerl am Rande : Joe Spinell hat einen kleine Auftritt als "Burp". Nur ein paar Jahre spter sollte er die Hauptrolle in "Maniac" bernehmen, einem Film, der jedem Horror Fan ein Begriff sein sollte.
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