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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Kategorie C
Band FILM
Titel Kategorie C
Label/Vertrieb Sunfilm Entertainment/ Indigo
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Veröffentlichung 23.10.2009
Laufzeit 85:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Die deutschen Fuballfans, von denen es ja eine handvoll gibt, werden von der Polizei in drei Kategorien eingeteilt: Kategorie A, der normale Fuballzuschauer; Kategorie B, der Zuschauer, der durch Alkoholeinfluss durchaus zu Gewaltbereitschaft neigen kann; Kategorie C, der gewaltbereite Hooligan, der aus dem Grund zum Spiel fhrt um Gewalt auszuben. Streng genommen gibt es noch eine vierte Kategorie, die der Ultras. Diese Gruppierung existiert nahezu unter Fans jeglicher Vereine, und diese scheuen auch nicht davor zurck Unbeteiligten Schaden und Verletzungen zuzufgen. Die "normalen Hooligans" hingegen schlagen sich lediglich untereinander, ohne andere Fuballfans mit einzubeziehen.
Falls man dieses Wissen nicht besitzt, kann es durchaus interessant sein, die Dokumentation von Franziska Tenner anzusehen. Andernfalls bieten einem die 85 Minuten von KATEGORIE C nichts wirklich Neues. Vielmehr ist vieles einfach nicht fundiert genug, und die gesamte Arbeit sttzt sich lediglich auf die Hooligans der Leipziger Vereine "Lok" und "Chemie". Von diesen beiden Gruppierungen kommen im Laufe der Doku jeweils zwei Fuballrowdys in Interviews zu Wort, wobei man aber durchaus oft merkt, dass da auch rechtsradikale Hintergrnde eine Hauptrolle zu spielen scheinen. Am Rande werden auch zwei Polizisten zu dem Geschehen befragt und man sieht diverse Ausschnitte aus den Fankurven, dem Boxclub, oder dem Zuhause der Hools. Auch ein paar verwackelte Handkamera-Aufnahmen von Scharmtzeln der Gruppen werden teilweise gezeigt, aber hier ist wirklich so wenig zu erkennen, dass man sich das htte sparen knnen. Auf die Problematik die hinter der ganzen Gewalt steckt, wird so gut wie nicht eingegangen. Hier htte Tenner weitaus aggressiver vorgehen mssen, um aufzuzeigen, was zur Gewalt fhrt oder auch wohin diese Gewalt fhrt. Unterm Strich bleibt also eine eher lieblose Abhandlung ber diese heikle Thematik, in der sich ein paar Idioten dafr rechtfertigen drfen, was sie tun.
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