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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - WWE - Extreme Rules 2009
Band FILM
Titel WWE - Extreme Rules 2009
Label/Vertrieb Clearvision
Homepage www.wwe.com
Alternative URL rough-trade.net
Veröffentlichung 02.10.2009
Laufzeit 178:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 7 von 15 Punkten
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"Extreme Rules" 2009 wird wohl fr immer in die Geschichtsbcher der WWE eingehen. Zum einen als die Nacht der 1000 Titelwechsel, zum anderen berraschenderweise aber auch als ein bestenfalls durchschnittlicher, teilweise gar langweiliger PPV. Das lag nicht zuletzt daran, dass sich Otto-Normal-Fan (ich z.B.) wahrscheinlich auf extremere Matches eingestellt hatte, als es letztlich zu sehen gab.
Gleich zu Beginn drfen MVP, Matt Hardy, William Regal und US-Champion Kofi Kingston in einem "Fatal Four Way" um Kingston Titel antreten. Erste groe Frage: Was war hier extrem??? Ich jedenfalls konnte keinerlei Sonderregel ausmachen. Doch auch ohne diesen Kritikpunkt wirkte das Match wenig berzeugend. Jeder Teilnehmer lieferte zwar mehr (Kingston) oder weniger (Hardy) gute Leistungen ab, doch als Gesamtwerk gesehen, funktioniert dieser Kampf kaum.
Auch von Rey Mysterio und Chris Jericho ist man grundstzlich qualitativ hochwertigeres Wrestling gewhnt. Trotz vieler Turns und einer im Grunde guten Voraussetzung, nmlich der eines "No Holds Barred Matches", wirkte das Match etwas lahm. Zu vorhersehbar waren die Wendungen und schlussendlich war man fast froh, Jericho als neuen Intercontinental Champion zu sehen.
Im "Samoan Strap Match" zwischen Umaga und CM Punk ging es schlielich zum ersten mal etwas ungezgelter zu, als der bullige Samoaner recht frh "Mr. Money In The Bank" mit dem Lederriemen frmlich auspeitscht. Das Unterfangen alle vier Ringpfosten hintereinander abzuklatschen erweist sich dann aber selbst fr Umaga als zu voreilig. Beide Mnner liefern ein ordentliches, wenn auch wenig spektakulres Match. Auch hier fehlten einfach die "OmG"-Momente.
Diese sollten die Fans ausgerechnet im folgenden Kampf erwarten. Nicht dass es im Kampf um den ECW Titel unglaublich riskante Aktionen zu sehen gibt, oder gar Dinge die man vorher noch nie gesehen hat, doch welcher Kenner des aktuellen Geschehens htte auch nur einen Cent darauf verwettet, dass Tommy Dreamer noch einmal ECW-Champion wird?! Selbst vor dem Hintergrund, dass Dreamer die WWE im Falle einer Niederlage verlassen htte. Der bis dahin als Champ amtierende Christian und der zweite Herausforderer Jack Swagger jedenfalls prsentierten sich dem Publikum in diesem "Triple Threat Hardcore Match" keinesfalls in schwchelnder Form. Tische, Sthle, Krcken,... alles was man in der Bltezeit der ehemals unabhngigen extremen Liga erwartet htte kam hier zum Einsatz und dort lag vermutlich auch Dreamers "Heimvorteil".
Mit einem Pinfall ber Swagger konnte sich der "Innovator Of Violence" jedenfalls nach Jahren des herum krebsens den begehrten Titel zum zweiten mal um die Hften schnallen. Bleibt nur zu hoffen, dass die WWE Dreamer jetzt nicht einfach fallen lsst.
Nach einem Highlight der Veranstaltung folgt auch gleich der absolute Tiefpunkt. Statt die eher peinliche Santina Marella Geschichte langsam mal wieder sterben zu lassen, tritt Santinos vermeintliche Zwillingsschwester bei "Extreme Rules" gegen RAW-General Manager Vickie Guerrero an. Zu allem berfluss auch noch in einem "Hog Pen Match", sprich in einem Verschlag voller (Schweine-)Dreck, Matsch und kleinen Ferkeln im Verschlag gleich neben dran. Natrlich macht Guererro das Match in letzter Sekunde zu einem Handicap Match und lsst Neffe Chavo ebenfalls mit im Mat(s)ch spielen. Dieser Teil des Abends stinkte im wahrsten Sinne des Wortes.
berraschenderweise kmpften bereits jetzt Randy Orton und Batista im Stahlkfig um Ortons WWE Heavyweight Titel. Kaum zu glauben, da mit Cena Vs. Big Show noch ein Kampf anstand, in dem es um keinen Grtel ging. Was uns das ber den Wert des Titels sagt, sei mal dahin gestellt. Orton taucht, oh Wunder, ohne Dibiase und Rhodes am Kfig auf (die sich auch im weiteren Verlauf nicht blicken lassen), was von vornherein bereits fr faire(re) Verhltnisse sorgt. Die beiden schenken sich nichts, machen den Sack aber erschreckend schnell zu... vielmehr macht Batista diesen zu und wird so zum ersten mal WWE Champion. Furchtbar extrem, oder gar brutal wird das Match jedoch zu keinem Augenblick und so verkommt Batistas Rache (fr Freund und Mentor Ric Flair) ein wenig zur Farce.
Auch vom vorletzten Match des Abends hatte ich mir wesentlich mehr versprochen, doch gerade bei Big Show kann man sich in letzter Zeit nie wirklich sicher sein, ob er unterhlt oder langweilt. Letzteres war hier der Fall und der Riese beschrnkte sich darauf Cena durch das Seilgeviert zu boxen. Ziel in dieser Auseinandersetzung war jedoch, den Gegner zur Aufgabe zu bringen. Kein leichtes Unterfangen, bedenkt man den Gren- und Gewichtsunterschied der beiden. Cenas Sieg wirkt deshalb nicht nur wegen des schief gegangenen STF's unglaubwrdig.
Dieser PPV lie sich also nur noch durch den Main Event retten. Das voran gegangene Debakel musste nun natrlich die Frage zulassen, ob World Heavyweight Champion Edge und Jeff Hardy heute vielleicht auch nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Erfreulicherweise war dem nicht so und die beiden Superstars zeigten sich, wie so oft von ihrer besten, waghalsigsten Seite. Ein "Ladder Match" war Grundlage fr den krnenden Abschluss eines, ich erwhnte es bereits, weniger tollen PPVs. Dieses Match sollte man dann aber, trotz aller voran gegangenen Halbherzigkeiten doch gesehen haben. Beide Mnner kmpfen bis zur totalen Erschpfung, und nicht nur deshalb hat es einen etwas rgerlichen Beigeschmack, dass Jeff Hardy, eben noch fr seine Mhen mit dem Titel belohnt, unmittelbar nach dem Match den Titel sofort gegen CM Punk wieder verliert. Dieser hat es sich nmlich nicht nehmen lassen, sofort nach Hardys Sieg zum Ring zu kommen um seine "Money In The Bank"-Titelchance vor Ort einzulsen. Soweit korrekt, aber irgendwie auch nicht die feine englische.
Diese DVD kann (durchaus an manchen Stellen), muss aber ausnahmsweise mal nicht sein.
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