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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - WWE - Tagged Classics - Summerslam 2000 & 2001
Band FILM
Titel WWE - Tagged Classics - Summerslam 2000 & 2001
Label/Vertrieb Clearvision
Homepage www.wwe.com
Alternative URL www.roughtrade.de/wrestling
Veröffentlichung 23.07.2009
Laufzeit 180:00 & 193:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Meine Herren, war der Summerslam 2000 ein Fest. Schade, dass ich damals nichts mit Wrestling am Hut hatte, aber die Tagged Classics Reihe machts mglich. Der Milleniums-Slam und der PPV ein Jahr darauf kommen nun in dieser Klassiker Serie auch auf den deutschen Markt.
Ein stark bejubeltes Erffnungsmatch zwischen Right To Censor und dem Team aus Too Cool und Rikishi geht leider zugunsten des Krawattentrios aus; kein "Worm" beim Summerslam... schade.
X-Pac und Road Dog, beides Mitglieder der DX haben so ihre Probleme miteinander und wollen nun untereinander ausmachen, wer der bessere Mann ist. Ein wenig spektakulrer, aber solider Kampf, mit einem unverdienten Sieger.
Anschlieend muss Val Venis seinen IC Titel gegen Eddie Guerrero verteidigen. Dem mexikanischen Heisporn steht dabei Chyna zur Hilfe, whrend Venis sich auf die Hilfe von Trish Stratus verlsst. Die Spezialregel fr dieses Match besagt, dass man nicht einmal den Champ covern muss, um zu gewinnen. Theoretisch knnte also Chyna Trish pinnen und wre damit neuer Champ. Das Match ist schnell, abwechslungsreich und sehr unterhaltsam.
Man darf davon ausgehen, dass die "Human Suplex Machine" Tazz im Sommer 2000 nicht gerade zu den beliebtesten Superstars der (damals noch ) WWF zhlte. Wer sich mit Kommentatorenlegende Jim Ross und Jerry "The King" Lawler anlegt punktet nicht unbedingt beim Publikum. Lawler mchte dem Bully jedenfalls eine Lektion erteilen und so kommt es zu dieser etwas seltsamen Matchpaarung. Der King war damals schon kein Jungspund mehr, verkauft sich aber dafr noch mehr als ordentlich. Tazz wiederum ist auch genug Profi um Lawler gut aussehen zu lassen. Nur soviel: auch JR bekommt Genugtuung und Tazz ein paar Bonbons.
Extrem unterhaltsam ist auch das Match um den Hardcore Titel zwischen dem amtierenden Champion Shane Mc Mahon und Steve Blackman. Keine Disqualifikation, Cover zhlen berall... beste Voraussetzungen.
Die Schlacht die hierauf folgt ist der erste wirklich ernst zu nehmende Fight bei diesem PPV. So unterhaltsam und gut die voran gegangenen auch waren, wenn Ausnahmetalente wie Chris Jericho und Chris Benoit aufeinander treffen, darf sich der Zuschauer schon mal zum Sieger kren. Jericho befand sich damals in der Form seines Lebens und Benoit... man mag heute zu ihm stehen wie man will, im Ring zhlt der Kanadier fr mich wohl auf Lebenszeit zu den Allerbesten. Die beiden brennen ein Technikfeuerwerk vom Feinsten ab und das in einem "2 Out Of 3 Falls"-Match. Wow!
Und auch beim nchsten Kampf kann man von einem modernen Klassiker sprechen. Edge und Christian, die amtierenden Tag Champs verteidigen ihre Grtel gegen die Hardys und die Dudleys in der zweiten Auflage des TLC Matches. Tische, Leitern und Sthle, "Holy Shit!" und "Oh My God!" im Akkord, Selbstzerstrung in Reinkultur, brutale sthetik de Luxe!
ber das anschlieende "Stinkface"-Match zwischen The Kat und Terry mchte ich lieber den Mantel des Schweigens legen.
Dafr dass im Vorfeld anscheinend ordentlich Geschisse um den anstehenden Kampf zwischen dem Undertaker und seinem "Bruder" Kane gemacht wurde, verlief dieses Match zwar ganz ordentlich, aber auch arg kurz. Fast kann man sogar Kanes Gesicht sehen... naja.
Der extrem dick aufgezogene Main Event um den WWE Championgrtel zwischen Triple H, Kurt Angle und dem Champ The Rock hlt dann aber, was er verspricht. Eine epische Schlacht, die einfach spannend aufgebaut und mitreiend ist, selbst wenn lngere Zeit nur zwei der drei Superstars im Rings sind.
Ein Jahr spter stand der Slam ganz im Zeichen einer fantastischen Idee der WWF. Die konkurrierenden Ligen WCW und ECW waren ihrem Ende nah, formten vor den Fernsehkameras jedoch gemeinsam die "Alliance" unter Fhrung der beiden Mc Mahon Sprsslinge Shane und Stephanie. Reichlich Zndstoff also, der in jedem Match zum tragen kommen sollte. Selbst das Kommentatoren-Team, bestehend aus Jim Ross und Paul Heyman beharkt sich permanent.
Vertreter der Alliance im ersten Match ist Lance Strom, der seinen IC Titel gegen Edge verteidigen muss.
Spike Dudley und die APA haben es anschlieend mit Test und den Dudley Boys zu tun. Auch wenn nur ein Tisch zum Einsatz kommt, unterhaltsam.
Tajiris WWE Light Heavyweight Titel steht gegen X-Pac's WCW Cruiserweight Grtel auf dem Spiel. Ein schnelles, technisches und sehr gutes Match, wie auch zu erwarten war.
Die pure Urgewalt eines Rhyno trifft im nchsten Match auf die Technik eines Chris Jericho. Definitiv interessant.
4 Begriffe: Hardcore-Titel, Ladder Match, Jeff Hardy und Rob Van Dam. Noch Fragen?! Dachte ich mir. Groartig! Ansehen!
Wenn ich die Brothers Of Destruction sehe, wnsche ich mir den Undertaker und Kane durchaus noch einmal in Zweisamkeit. Treffender htte man den Namen fr dieses Team nicht whlen knnen, zerstren die beiden damaligen WCW (!) Tag Team Champs doch die amtierenden WWF (!!!) Tag Team Champions Kanyon und Diamond Dallas Page nach allen Regeln der Kunst in einem Stahlkfig. Mit dabei: Sarah, die Frau des Takers und Objekt der Begierde von DDP. Dass es hier zur Sache geht, muss man wohl nicht erwhnen.
Steve Austin, Vertreter der "Alliance" tritt gegen Kurt Angle an und bei Gott, war der Kampf zuvor noch pure Zerstrung, so ist dies ein Massaker. Mit der aktuellen kinderfreundlicheren Ausrichtung der WWE hat das absolut nichts zu tun.
Im Main Event geht es schlielich um Booker T's WCW Championship, die ihm niemand geringerer als The Rock streitig machen will. Der Kampf ist sehr unterhaltsam, kann aber nicht ganz gegen Austin Vs. Angle anstinken.
Als Bonusmaterial gibt es u.a. die witzig peinliche "Stone Cold Appreciation Night" in voller Lnge.
2 PPVs, die man als Fan gesehen haben sollte!
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