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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe
Band FILM
Titel Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe
Label/Vertrieb Boje Buck Produktion/Delphi Filmverleih
Homepage www.robert-zimmermann-derfilm.de/
Veröffentlichung 09.04.2009
Laufzeit 98:00 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Der 26jährige Robert ist ein erfolgreicher Entwickler für Computerspiele. Er führt eine Beziehung mit Lorna, die in der gleichen Firma wie er arbeitet. Diese Firma steht kurz davor, ein neues Computerspiel an einen großen chinesischen Investor zu verkaufen. Aus diesem Grund hat der Chef von Robert sein gesamtes Team mit schicken Anzügen ausgestattet, um einen guten Eindruck bei dem Investor zu hinterlassen. Als Ole, Roberts Freund und Mitbewohner, den Anzug von Robert ein paar Stunden vor dem wichtigen Treffen mit Ketchup versaut, muss der Anzug dringend in eine Reinigung. Bei dieser Gelegenheit lernt Robert die wesentlich ältere Monika kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Als kurz darauf die Eltern von Robert bei einem Familienessen bekannt geben, dass sie sich trennen werden und Roberts lesbische Schwester plötzlich schwanger ist, muss Robert erkennen, dass die Liebe nicht immer das ist, wonach es aussieht. So trennt er sich von seiner Freundin und setzt alles daran, Monikas Herz zu gewinnen.
Der Regisseur Leander Haussmann liefert hier sein neuestes Werk ab und beschäftigt sich wieder einmal mit der Liebe. Und man kann ihm attestieren, dass ihm hier ein kleiner, aber feiner Film gelungen ist. Die Geschichte entwickelt sich recht spannend, das Interesse des Zuschauers bleibt hoch und genau in dem Moment, wo man denkt dass der Film eine Spur zu langatmig ist, kommt eine kleine aber dramatische Wendung ins Spiel. Die Rollen wurden hier durch die Bank gut besetzt, auch wenn man das ein oder andere Mal das Gefühl hat, dass die Figur von Robert nicht 26 Jahre sondern nur 18 Jahre jung ist. Ein kleines Manko in der sonst sehr gut gewählten Darstellerriege. Maruschka Detmers ist eine einzige Augenweide und sie verkörpert die Figur von Monika mit Bravour.
Es gibt zahlreiche gute Lacher, die einzelnen Beziehungsgeschichten zwischen Roberts Eltern oder auch zwischen seiner lesbischen Schwester und ihrer Freundin lockern immer wieder die Stimmung auf. Ob und wie weit man das realitätsnah nennen kann, sollte jedem selbst überlassen werden.
Die Musik von Element of Crime sollte auch noch genannt werden, wurden doch fast alle Lieder eigens für diesen Film komponiert. Diese unterstreichen mit Ihren Texten dann auch noch die gezeigten Szenen.
Völlig überflüssig ist aber die Tanzszene in einem großen Hamburger Park ( "Planten und Blomen") ), die einen unweigerlich an Bollywood- Filme erinnern lassen und irgendwie überhaupt nicht in den Film passt. Die vorsichtige Annäherung zwischen Robert und Monika hätte man auch anders in Szene setzen können.
Diesem Film sollte man durchaus eine Chance geben, für einen Abend zu zweit mehr als geeignet.
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