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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

IRON MAIDEN - Flight 666 (Kinoversion)
Band IRON MAIDEN
Titel Flight 666 (Kinoversion)
Label/Vertrieb EMI
Homepage www.ironmaiden.com/flight666
Alternative URL www.ironmaiden.com
Veröffentlichung 21.04.2009
Laufzeit 112:00 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Der Regisseur Sam Dunn, selbst eingefleischter Heavy Metal Fan, begleitet die Band Iron Maiden whrend ihrer "Somewhere Back In Time" Tour im Jahre 2008. Nach seinen ersten beiden Filmen "Metal : A Headbanger's Journey" und "Global Metal" hatte er einen entsprechenden Kontakt zu den Herren von Iron Maiden, um diesen Film zu realisieren. Nun sind Tourtagebcher nichts neues mehr aber man sollte hierzu beachten, dass sich Iron Maiden nur sehr selten ber die private Schulter schauen lassen. Und wenn man dann noch die Lnder sieht, in denen die Band 23 Konzerte innerhalb von 43 Tagen gespielt hat, merkt man, dass diese Tour etwas Auergewhnliches war. Als da wren: Indien, Australien, Japan, USA, Mexiko, Costa Rica, Kolumbien, Brasilien, Argentinien, Chile, Puerto Rico und zum Schluss Kanada.
So wurde das eigene Flugzeug der Band, eine Boeing 757 mit entsprechender Eddie Bemalung und dem Namen "Ed Force One", ber ein Jahr von Ingenieuren vorbereitet, um an die 70 Personen und das gesamte Equipment der Band zu transportieren. Es versteht sich von selbst, dass der ausgebildete Pilot und Snger der Band Bruce Dickinson das Flugzeug selber flog. Knappe 60.000 Kilometer legte die Band auf diese Weise zurck, weltweit wohl eine einmalige Tournee.
Getragen wird der Film von Live-Mitschnitten der jeweiligen Konzerte. Viele Klassiker werden vor enthusiastischen Massen zelebriert, dazu gibt es immer wieder kleine Gesprche mit den jeweiligen Fans vor Ort sowie die ein oder andere Anekdote der Musiker oder langjhrigen Crewmitgliedern.
Nur hier muss man Kritik ben, denn einen tieferen Blick in das Tourleben der Band bekommt man nicht. Es verwundert auch niemanden, dass die Herren von Iron Maiden an ihren freien Tagen der Tour lieber Golf spielen gehen oder eine Runde Tennis mit Pat Cash in Australien vorziehen als zu saufen. Aber den Musiker in schlechter Laune oder wirklich nachdenklichen Momenten bekommt man nicht zu sehen. Lediglich der Dauerjetlag bei dieser Tournee wird erwhnt.
Was auf der anderen Seite bedeutet, dass der Spa in dem Film nicht zu kurz kommt. Seien es die immer wiederkehrenden Fuballgesnge der Band & Crew gegen die Flugbegleiter, Schlagzeuger Nicko McBrain, dem die Witze anscheinend nie ausgehen oder dem Tourmanager, der betont schlecht drauf ist und auf eine Dokumentation eigentlich gar keine Lust hat.
Ein weiterer groer Pluspunkt von diesem Film sind die eingefangenen Atmosphren bei den Konzerten. Da Iron Maiden whrend dieser Tournee Lnder besuchten, in denen es nicht wirklich alltglich ist, dass Heavy Metal Konzerte berhaupt stattfinden, sind die gezeigten Emotionen mit Worten nicht zu beschreiben. Gerade in den Lndern von Latein- und Sdamerika kennt die Hysterie fast keine Grenzen. Ich als Schreiberling muss zugestehen, dass ich bei diesen Bildern eine Gnsehaut bekam. Nach einem Konzert wird ein Fan gezeigt, der einen Drumstick gefangen hat. Dieser ist so berwltigt, dass er anfngt zu weinen. Das kann man mit Worten nicht beschreiben.
Und dass selbst andere Musik Gren wie Ronnie James Dio, Lars Ulrich, Tom Morello oder Kerry King zum Konzert in Los Angeles pilgern, zeigt, welchen Stellenwert Iron Maiden noch heute haben. Was sie bei ihren Konzerten, egal wo auf diesem Planeten, in ihren Fans auslsen, ist mit "positivem Wahnsinn" wahrscheinlich am besten beschrieben. Eine hnliche weltweite Verbindung der Fans durch Musik ist mir zumindest nicht bekannt. Man knnte auch hier den Heavy Metal als gesamtes Genre betrachten, knnte man doch meinen, wir Fans stammen alle von einem Stamm ab, obwohl wir ber den gesamten Planeten verstreut sind.
Ein toller Film beziehungsweise eine faszinierende Dokumentation, die man als Heavy- Metal Fan gesehen haben muss. Up the Irons !
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