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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - The Fallen
Band FILM
Titel The Fallen
Label/Vertrieb Brooklyn Independet Studios / Sunfilm Entertainment
Homepage www.thefallenmovie.com/
Veröffentlichung 13.03.2009
Laufzeit 104:00 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 7 von 15 Punkten
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1944, Herbst, kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges. In einem kleinen Dorf im Norden von Italien prallen drei verschieden Gruppen von Menschen aufeinander, die um ihr berleben kmpfen. Die deutsche Wehrmacht und ihre wenigen italienischen Verbndeten auf der einen Seite, die anrollenden alliierten Truppen auf der anderen Seite. Mittendrin die Dorfbewohner, die in diesem Chaos von Tod und Verderben versuchen, die "richtige" Seite zu whlen.
Bei diesem Film fllt die Beurteilung wirklich schwer. Denn es stellt sich die Frage, warum ein dekorierter Kriegsfilm erst fnf Jahre nach seiner Fertigstellung verffentlicht wird. Offensichtlich stimmt die These, dass ein Kriegsfilm ohne namhafte Schauspieler nicht funktioniert.
Die Grundidee dieses Films ist nmlich wirklich interessant: das Grauen und den Wahnsinn des Krieges konzentriert an einem kleinen Ort mit drei unterschiedlichen Gruppen. Das Ergebnis fllt allerdings etwas nchterner aus, denn es fehlt schlicht und ergreifend der rote Faden in diesem Film. Und auf die Gruppe der Dorfbewohner wir nur ansatzweise eingegangen, meistens begleiten man die deutschen oder die alliierten Soldaten.
Die Schauspieler geben sich wirklich Mhe, werden leider aber des fteren Opfer des schwachen Drehbuchs. Es ist uerst positiv, dass man auf deutsche und italienische Schauspieler zurckgegriffen hat, so wollte man dem ganzen mehr Authentizitt verleihen. Wenn aber z.B. die Amerikaner darber streiten, wer den LKW reparieren sollte oder andere Kleinigkeiten wirkt das ganze berhaupt nicht mehr wie 1944. Die wenigen Spannungsmomente sind zwar gut platziert, teilweise aber ertappt man sich selbst dabei, wie man zur Uhr schaut und sich fragt, ob da jetzt noch mal was passiert oder es bei weiteren Belanglosigkeiten bleibt. Das Ende kann im Gegensatz dazu mit einem klaren Schlussstrich punkten.
Hier wurde sehr viel Pulver verschossen, dass steht fest. Dennoch werde ich den Film mit 7 Punkten bewerten, weil es doch hier und da gute Momente gibt. Es kann nicht schaden, selbst einen Blick auf diesen Film zu werfen, er bietet zumindest gutes Potential und damit Grundlage fr jede Bewertungsdiskussion.
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