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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Dungeon Girl
Band FILM
Titel Dungeon Girl
Label/Vertrieb Sunfilm Entertainment
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Veröffentlichung 09.01.2009
Laufzeit 88:00 Minuten
Autor Marc Schallmaier
Bewertung 1 von 15 Punkten
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Eine junge Frau wird von einem Mann gefangen gehalten. Sie kann sich aber befreien und erzhlt in Rckblicken, wie es dazu kommen konnte und welche Art Beziehung sich zwischen ihr und ihrem Entfhrer entwickelt hat.
Der Regisseur Ulli Lommel versorgt nun seit fast schon vierzig Jahren die Filmfreunde mit Werken der Gteklasse "b" bis "d". Leider gibt es nur sehr wenige positive Ausnahmen in seiner Schaffenszeit, und dieser Film gehrt definitiv nicht dazu. Die Idee, einen Psycho - Thriller auf Grund von aktuellen Verbrechen abzudrehen, ist ja im Grunde nicht schlecht. Wenn die filmische Umsetzung dann allerdings so wie hier aussieht, sollte man dass doch bitte Profis berlassen. Der Film "Dungeon Girl" soll auf dem Fall der Natascha Kampusch basieren, ich finde es allerdings sehr fraglich, in diesem Kontext dem Opfer eine Mitschuld an seiner Situation zu geben. Natrlich wird dies nicht offen und direkt im Film gesagt, aber wir knnen an den Gedanken des Opfers teilhaben, die dann doch sehr zwiespltig und selbstkritisch ausfallen. Wie dem auch sei, der Film dst mit elendig langen Kamerafahrten vor sich hin, nicht enden wollende Rckblicke in schwarz - wei sowie anderen Stilmittel der Bildverfremdung erhhen das Bedrfnis, die DVD aus dem Fenster zu schmeien. Ein Spannungsaufbau findet auch nicht statt, man startet ja mit dem ( fast )finalen Ende und kann sich den Rest der Geschichte dann auch denken. Die Darsteller bleiben komplett blass, zu jeder Zeit lsst einen das Geschehen auf dem Bildschirm kalt und die Andeutungen von sexuellem Missbrauch oder anderen kranken Fantasien wirken schlicht und ergreifend peinlich.
Die Kamera htte auch mein Oma bernehmen knnen, es wird minutenlang in die Leere gestarrt, dass man fast meint, der DVD Player ist kaputt oder man hat aus Versehen auf die Standbild Taste gedrckt.
Wre Ulli Lommel nicht der Regisseur, htte ich hier auch die Hchststrafe von 0 Punkten ausgepackt. So bleibt die kleine Hoffnung, dass dem Herrn Lommel demnchst mal wieder etwas gescheites einfllt.
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