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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Götz George Ist Schimanski - Zabou
Band FILM
Titel Götz George Ist Schimanski - Zabou
Label/Vertrieb EuroVideo
Homepage eurovideo.de/
Veröffentlichung 04.12.2008
Laufzeit 98:00 Minuten
Autor Christian Schäfer
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Wegen des großen Erfolges von "Zahn um Zahn" (1985), Götz Georges Kinodebüt als Kommissar Schimanski, legte Regiesseur Hajo Gies 1987 gleich nach und schuf mit "Zabou" eine erheblich finsterer ausgefallene Geschichte. Während einer eher routinemäßigen Ermittlung im Duisburger Drogenmilieu (mit Ralf Richter als messerstechendem Fixer im VENOM-Shirt, genial!), kommt es zum unerwarteten Wiedersehen mit Conny, der Tochter seiner Exfrau und somit seiner Lebensabschnittstochter. Die hat Freunde gefunden, die sich die Zeit mit illegalen Betäubungsmitteln vertreiben und ihr eine Tätigkeit als Stripperin in einem dubiosen Luxuspuff vermittelt haben. Schimi möchte Conny, die sich jetzt Zabou nennt, aus eben diesem Laden heraus holen. Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als angenommen, denn Zabous Freunde wollen die Gute bei sich behalten und verabreichen ihm einen Drogencocktail. Als er wieder zu sich kommt, muss er feststellen, dass er unter Mordverdacht steht, was sowohl seine Ermittlungen als auch das Kümmern um Conny erheblich erschwert.
Neben den hinlänglich bekannten Ermittlern Schimanski und Thanner sind hier Schauspieler wie Hannes Jaenicke, Dieter Pfaff und Klaus Lage zu sehen. Wie bei "Zahn Um Zahn" können auch hier Qualität von Bild und Ton überzeugen. Und auch wie beim Vorgänger fallen mir hier Autos, Klamotten und Frisuren auf, die teilweise dermaßen unmöglich aussehen, dass selbst ich als Banause in modischen Belangen skeptisch werde. Die Filmmusik, für die ein weiteres Mal Klaus Lage verantwortlich ist, tut ihr Übriges und so liegt auch mit diesem Film ein echtes Highlight deutscher Nachkriegsfilmgeschichte vor, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Klar, so richtig zimperlich gehen die Leute hier nicht miteinander um, deswegen war der Film seinerzeit ab 16 Jahren frei gegeben. Aber die die Dinge, die hier zu sehen sind, sieht man heutzutage bereits ab 16:00 Uhr. Also: Kaufen!
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