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Die blonde Irm ist 30 Jahre alt, pflegt ihre aufgrund Alkohols demenzkranke Mutter und arbeitet in einer Wäscherei. Ihr Leben ist leer und trostlos. Abends ruft sie Frauen mit Kinderstimme an, verwickelt diese in Gespräche und Beziehungen bis sie irgendwann als Mutter des oft todkranken Kindes den Tod dessen am Telefon oder sogar bei einem Treffen mit den Frauen verkündet. Durch diese kranken Aktionen holt sich die einsame, hübsche, aber unscheinbare Frau Zuwendung und Kraft für ihr Leben. Als sie bei einem dieser Geschichten an Sina (Esther Schweins) gerät, platzt sie bei dieser gerade rein als die Polizei ihr den Unfalltod ihres Mannes verkündet und tröstet die Bibliothekarin etwas. Monate später treffen sich beide wieder und es entwickelt sich eine Freundschaft zw. beiden. Mit der Zeit wird Irm normaler, hat mehr Spaß am Leben und ist auch netter zu ihrer Mutter. Sie hört auch mit den Anrufen auf, bis alles auffliegt. Das Ende wird nicht verraten, der Film ist ein starkes Psychogramm einer einsamen Frau. Solche Menschen kann es zu Tausenden in unserem Land geben! Der Film ist ruhig, dialoglastig und trotzdem spannend. Die tollen Schauspielerinnen und die gute Umsetzung fesseln einfach und regen zum Nachdenken an. Das Prädikat "wertvoll" hat selten so gepasst. Witzigerweise erinnert mch das rote Telefon und der uralte, analoge Anschluss mit dem Klicken tierisch an meinen ersten Horrorfilm "Poltergeist". Die Interviews mi den Beteiligten sind im Gegensatz zu ähnlichen Aktionen sehenswert! |
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