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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NASHVILLE PUSSY - Live In Hollywood
Band NASHVILLE PUSSY
Titel Live In Hollywood
Label/Vertrieb Steamhammer/SPV
Homepage www.nashvillepussy.com
Veröffentlichung 26.09.2008
Laufzeit 70:00 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Seit einigen Jahren schon stehen NASHVILLE PUSSY fr kompromisslosen, rock'n'rolligen, bier- und sonst was berladenen Partypunk erster Kajte. Die Frage einer DVD-Verffentlichung war ein Frage der Zeit. Die Zeit ist gekommen, meine Enttuschung ist gro. Ei, wieso denn dieses, mag man fragen!?
Ganz einfach: Was ich an NASHVILLE PUSSY so genial finde, witzig verarbeitete Countryzitate, tolle Coversongs, die enge Verbindung zum Rock'n'Roll, all so was gibt's bei dem, mit 70 Minuten Spielzeit recht kurzen Konzertmitschnitt- nur im Unterma zu sehen. Keine genialen ROSE TATTOO-, AC/DC- oder TURBONEGRO-Lieder, dafr satte zwei Titel, die nicht aus der Feder unserer Freunde stammen. Und dass die Typen eher 'ne Liveband als tolle Songwriter sind, zeigt sich dann leider doch strker als es ntig bzw. gut wre. Laut und dreckig sind sie, dank immer wieder kehrender Songstrukturen, Gesangs und sehr limitierten Fhigkeiten an den Instrumenten aber auch schnell langweilig. Erschwerend hinzu kommen weitgehend stehende Kameras, teils katastrophaler Sound und Snger Blaine, der whrend der gesamten Zeit, auch bei den Ansagen, die Augen geschlossen hlt. Sorry, liebe Leute, das war nix. Witz und Kreativitt genialer Alben wie "Get Some!" oder "High As Hell" fehlen hier vllig, dafr gibt's drittklassigen Schrammelpunk, den jeden Schlerband ebenso spielen kann.
Braucht also gar kein Mensch die DVD von NASHVILLE PUSSY? Gute Frage, aber so einfach bejahen knnte ich das trotz des eben gesagten nicht besttigen. Denn das Bonusmaterial ist -abgesehen vom Livesound diverser Wackelkameramitschnitte- auch toll. Witzige Interviews, in denen Blaine Cartwright als Reinkarnation von Beavis bzw. Butt-Head glnzt, schmutzige Witze, Sauferei, Studiofilmchen und als absolutes Highlight ein Interview durch Mr. Rck'n'Rll himself, Seine Lemmyheit persnlich, haben durchaus groen Unterhaltungswert. Tja, trotz aller Witzischkeit im ergnzenden Material ist "Live In Hollywood" nur was fr Komplettisten und beinharte Pussyfreunde. Wer auf klasse Countrypunk und vergleichbare Spe steht, sollte lieber auf eine DVD von NINE POUND HAMMER warten. Dort spielt Blaine Gitarre, brigens sehr gut, und die Typen haben hinsichtlich Sound wie auch Abwechslung und musikalischer Fhigkeiten ein paar Pfund mehr auf der Pfanne als NASHVILLE PUSSY.
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