Navigation
                
16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KNORKATOR - Weg Nach Unten
Band KNORKATOR
Titel Weg Nach Unten
Label/Vertrieb Tubareckorz
Homepage www.knorkator.de
Alternative URL www.myspace.com/knorkator
Veröffentlichung 19.09.2008
Laufzeit 99:22 & 86:55 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 15 von 15 Punkten
>>Als E-Mail versenden
Der finale Vorhang fllt und Deutschlands meiste Band der Welt macht die Schotten fr immer dicht. Mit einer Trne im Knopfloch vernahm ich vor geraumer Zeit diese Schreckensmeldung und glauben will ich es noch immer nicht so richtig. Knorkator sind und waren schon immer einzigartig und ich bezweifle stark, dass irgend eine Band in der Lage sein wird, diese Lcke in Deutschlands Musikgeschichte zu fllen.
Zum Abschied kredenzen uns die Chaoten allerdings noch eine wundervolle Doppel DVD, die beste wenn man mich fragt. DVD 1 (Muttiproduktion) berrascht mit einem Unplugged Konzert (!) der etwas anderen Art. Neben knorken Hits wie "Der ultimative Mann" oder dem obligatorischen "Weg nach unten" berraschen die Berliner mit Liedgut, dass man a) live bisher eher selten zu hren bekam und b) wohl niemals in einem Unplugged Set vermutet htte. Doch die Rechnung geht auf: selbst Liebeslieder wie "Ich will nur fickn" oder das derbe "Eh, du alte Piep!sau" berzeugen im (semi-)akustischen Gewand. Als Bonus wartet die Scheibe mit sehr aufschlussreichen Interviews und dem Videoclip zum allerletzten Song der Band auf. "Kinderlied" setzt sich auf gewohnt sarkastische Art und Weise mit der Vermarktung unserer kleinen Mitmenschen auseinander. Logischerweise wird das Lied von Alf Ators Sohn gesungen. Musik= gttlich!
Auf DVD 2 (Vatproduktion) hampelt sich das Quintett durch 22 Songs, vernachlssigt dabei aber leider die Songs des "Tribute To Uns Selbst" Albums. Das war zwar seiner Zeit nicht unbedingt mein Ding, enthlt aber mit "Ich lass mich klonen" und "Verflucht und zugenht" definitiv zwei Live Abrumer. Schwamm drber, denn das Konzert ist auch ohne diese Knaller ein selbiger geworden. Angefangen mit "Ding inne Schnauze", ber "Ich hasse Musik" und "Wir werden alle sterben" (bei dem zwei kleine Mdchen mitsingen drfen) bis hin zu "Bse" und natrlich dem "Weg nach unten" ist dann quasi ja doch (fast) alles dabei, was das Herz begehrt.
Ein grandioser Schlussstrich unter die grandiose Karriere einer grandiosen Band und mein Appell an die Band formerly known as High Mud Leader: Tut es nicht! Deutschland braucht euch!
<< vorheriges Review
V.A. - Sweden Rock Festival
nchstes Review >>
FALCO - Donauinsel Live Anniversary Edition


 Weitere Artikel mit/ber KNORKATOR:

Zufällige Reviews