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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Punk In England
Band FILM
Titel Punk In England
Label/Vertrieb e-m-s
Homepage www.electric-music-station.de
Veröffentlichung 25.10.2007
Laufzeit 130:00 Minuten
Autor Pierre Lorenz
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Hinter dem etwas unglcklich gewhlten Titel verbergen sich die beiden Wolfgang Bld Dokumentationen "British Rock" (1979) und "Women In Rock" (1980), sowie ein etwa 40 Minuten langes Interview mit dem Filmemacher. Zusammengenommen kann man die DVD als Fortsetzung zum Film "Punk in London" betrachten. Jedoch geht es in "British Rock" nicht mehr um Punk, sondern um all das was danach bzw. parallel dazu in England im Rockbereich abgelaufen ist: Um New Wave, Ska, 2-tone und die neue Mod-Bewegung zum Beispiel. Neben ein paar Interviews (darunter auch eines mit dem jungen Bob Geldorf) werden hauptschlich Live-Songs von mehr oder weniger wichtigen Bands wie MADNESS, THE JAM oder den PRETENDERS gezeigt. Fr Punkrocker sind Leute wie IAN DURY wohl eher uninteressant. Die Dokumentation ist insgesamt mehr informativ als unterhaltsam ausgerichtet.
"Women In Rock" ist von der Machart her hnlich aufgebaut: Es gibt eine Menge Live-Songs zu sehen und dazwischen immer wieder mal ein Interview. Die gezeigten Bands sind mir allesamt unbekannt, heissen unter anderem SIOXSIE AND THE BANSHEES, ZAZA oder GIRSCHOOL. In den Interviews wird deutlich, dass die Damen nicht so einfach ber einen Kamm zu scheren sind. Die einen wollen nicht als Frauen sondern als Musiker wahrgenommen werden, whrend die anderen ihre Musik explizit als Frauenmusik verstehen. Eingerahmt wird die Dokumentation von 2 kurzen NINA HAGEN Live-Mitschnitten, fr mich die wahren Highlights des ansonsten ganz schn trocken geratenen Films.
Wenn ein Interesse fr die britische Musikwelt der 80er bereits vorhanden ist, ok. Wer diesbezglich bisher jedoch noch kein Bedrfnis entwickelt hat, den werden diese beiden neu aufgelegten Filme auch nicht fr das Thema begeistern knnen. Eine echte Kaufempfehlung kann ich daher nur an Musiklehrer und sonstige rockhistorisch versierte Menschen aussprechen. Die Filme kommen komplett in englischer, das Interview in deutscher Sprache.
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