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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Thirteen-Ein Gestohlenes Leben
Band FILM
Titel Thirteen-Ein Gestohlenes Leben
Label/Vertrieb Polyband/WVG
Homepage www.polyband.de
Veröffentlichung 27.01.2017
Laufzeit 160:00 & 100:00 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Ich bin zugegebenermaen ein groer Anhnger der britischen Krimi-Kost und Mini-Serien, vor allem wenn sie von der BBC produziert werden. Denn die Qualitt ist meistens enorm hoch, auch wenn die Schauspieler und Regisseure bei uns in Deutschland meist nicht so bekannt sind. "Thirteen" (FSK 16) ist ebenfalls eine Mini-Serie der BBC, deren 5 Teile auf zwei DVDs verteilt wurden. Es handelt sich jedoch nicht um eine klassische Krimi-Story, sondern ist eher eine Mischung aus Drama und Thriller. Dass die jedoch ungeheuer spannend und gelungen ist, liegt an der ausgeklgelten Geschichte, die mich ungeheuer fesselte und alle 5 Teile an einem Stck schauen lie, ich musste einfach erfahren wie es weitergeht und konnte das Finale wirklich kaum erwarten. Ein echter Ngelkauer, der Pattex auf meinen Fernsehsessel schttete also.

Grundstzlich handelt es sich zunchst um eine Entfhrungs-Story, die mich anfangs an die wahre Geschichte der Natascha Kampusch erinnerte. Denn auch hier beginnt der Film mit der Flucht von Ivy Moxam, die als 13-Jhrige spurlos verschwand und nach weiteren 13 Jahren der Ausbruch aus der Gefangenschaft gelingt. Nach ersten Verhren und einem DNA-Abgleich ist schnell klar, dass es sich tatschlich um Ivy handelt, obwohl die Polizei anfangs Zweifel hegt. Sie kehrt also nach einigen Tagen zu ihrer Familie zurck, bei der sich in den vergangenen Jahren ihrer Abwesenheit natrlich viel verndert hat. Es ist von daher schon total interessant zu sehen, wie die einzelnen Familienmitglieder auf das verlorene Kind reagieren. Die Mutter Christine behandelt sie z.B. genauso, als wre Ivy immer noch das Kind von damals und vernachlssigt dabei die jngere Schwester von Ivy, die selbst kurz vor der Hochzeit steht und mit ihrem Verlobten ebenfalls im Haus der Moxams wohnt. Ihr Vater hat ein Verhltnis mit einer jngeren Frau und kehrt nur wegen Ivy zu der Familie zurck, obwohl er seine Frau nicht mehr liebt. Doch fr die meiste Verwirrung sorgt Ivy selbst, die sich nach und nach immer mehr in Widersprche verwickelt und durch geschickte Manipulationen die Personen gegeneinander ausspielt, sogar die beiden ermittelnden Polizisten sind nicht gefeit davor. Als ein weiteres Kind durch den mittlerweile bekannten Tter entfhrt wird, greift das Scottland Yard ein.

Mehr mchte ich auf keinen Fall ber die komplexe Handlung verraten, weil quasi alle Personen aus Ivy`s Vergangenheit bzw. Dunstkreis mehr oder weniger Dreck am Stecken haben und somit den Spannungsbogen mitspannen. Es gibt eine ganze Menge kleinerer Handlungsstrnge, von denen jeder einzelne genauso fesselt wie die eigentliche Suche nach der Wahrheit und was sich tatschlich im Keller des Entfhrers abgespielt hat. ber allem steht jedoch immer die Frage, ob Ivy tatschlich das arme Opfer ist, das sie vorgibt zu sein. Und so nimmt uns "Thirteen" mit auf eine Achterbahnfahrt des Mitratens, bei der man sich bis zum Grande Finale niemals sicher kann, auf der richtigen Spur zu sein.

Die extrem dstere Stimmung des Films wird durch einen Farbfilter beim Bild nicht nur besttigt, sondern sogar noch verstrkt. Alle Charaktere werden bestens gezeichntet, ein groer Vorteil einer Mini-Serie, bei der der die Regisseure Vanessa Caswill und China Moo-Young genug Spielzeit zur Verfgung hatten. Auch in der Bonus-Sektion wird der Zuschauer nicht enttuscht, denn es gibt ein feines, zweigeteiltes Behind The Scenes ("Wer ist Ivy Moxem?" und "Inside Thirteen"). Ein rundum gelungenes und fesselndes Fernseherlebnis, das lange im Gedchtnis bleibt!
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