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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Scream Week (Blu-ray)
Band FILM
Titel Scream Week (Blu-ray)
Label/Vertrieb WVG Medien
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Veröffentlichung 25.11.2016
Laufzeit 108:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Dass die Niederlande in punkto phantastischem Film kein unbeschriebenes Blatt sind, beweisen Werke wie "Fahrstuhl des Grauens", "Schlachtnacht", "Human Centepede", "Saint" oder "Frankensteins Army" zur Genge. Nun schickt sich Regisseur Martijn Heijne mit seinem ersten Spielfilm an diese Tradition fortzufhren, und prsentiert uns "Scream Week". Die Handlung fhrt uns ins niederlndische Studententreiben. Bei einer Party gibt es unter den Studenten einen Toten, jedoch vertuschen die Schuldigen das Ganze, und lassen es nach Unfall aussehen um der Strafe durch die Justiz zu entgehen. Einige Jahre spter macht man sich auf zur Feierei Sneekweek, die wie ein Pendent zum amerikanischen Spring Break anmutet. Als die sechs Delinquenten merken, dass keiner von ihnen die Htte gemietet hat, in die sie sich einquartiert haben, ist es aber bereits zu spt. Ein maskierter Killer macht sich an die Studienabsolventen zu dezimieren.

Ohne viel Federlesen kann man sich denken, dass die vermummte Person "wei was du letzten Sommer getan hast", oder zumindest zwei Jahre vor der "Sneekweek" (wie der Film im Original auch heit). Dass daraus "Scream" wurde im deutschen Titel kommt nicht wirklich von ungefhr, denn immerhin kann sich der erfahrene Slasher-Fan natrlich denken wohin der Hase luft, und dass Heijne hier keine oscarreife Story abliefert, sondern eine Variante bekannter 90er Jahre Slasher aus den USA. "Dstere Legenden" gibt es hier zwar keine, und es "screamt" hier auch kein Mrder durch die Nchte, aber es ist spoilerfrei klar, dass hier gemordet wird, weil der Todesfall vertuscht wurde. Vielmehr geht es also darum den Tter so lange wie mglich spannungsgeladen anonym zu halten. Dies gelingt "Scream Week" durchaus recht ordentlich. Die Spieldauer ist mit 108 Minuten zwar etwas lang, wodurch hier und da etwas straffer vorgegangen werden htte knnen, aber die Aufgabe wird erfllt.

Der Film luft also nach dem Schema F ab, punktet aber durch die gelungen eingefangenen Locations, allen voran die Segelregatta und eben die Urlaubskulisse. Darstellerisch sind ausschlielich unverbrauchte Gesichtsvermieter im Einsatz, die ihre Sache aber durchweg ordentlich machen, ohne jedoch wirkliche Sympathien seitens des Zuschauers einzuheimsen. Was die Geschichte zumindest etwas getrbt hat ist, dass die Morde im Grunde fast nur im Off geschehen. Man geht also eher nach dem Motto vor das Resultat, denn die eigentliche Bluttat zu zeigen. Heutzutage sicher fr so manchen Splatter-Fan nicht das Ma der Dinge. Die Geschichte wird aber recht gut aufgelst, auch wenn das freilich etwas berkonstruiert wirkt, aber das war in den US-Vorbildern ja oft auch nicht anders. Alles in allem grundsolide Slasherkost, die sich der Genrefan mal reinlassen kann. Die Bildqualitt der deutschen Blu-ray ist scharf und kontrastreich und auch der Ton kann berzeugen, wobei hier kein O-Ton mit an Bord ist. Im Bonusbereich findet man leider ghnende Leere vor.
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