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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - High Rise
Band FILM
Titel High Rise
Label/Vertrieb dcm (Universum Film)
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Veröffentlichung 18.11.2016
Laufzeit 119:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Der britische Autor James Graham Ballard war bekannt fr seine teils dystopischen Werke, unter denen sich auch sein 1975 entstandener Roman "High Rise" befindet. Just 40 Jahre spter machte sich Regisseur Bill Wheatley an die Verfilmung, die ebensoi den Titel "High Rise" inne hat, und nun auch hierzulande in den Regalen steht. Die Geschichte spielt in den 70er Jahren nahe London. Der junge Arzt Robert Laing zieht in ein modernes, eben fertiggestelltes Hochhaus. Die Behausung ist darauf ausgelegt autark zu existieren, da man alles was zum Leben bentigt wird geboten bekommt, vom Schwimmbad bis zum Supermarkt, inklusive rzte. Allerdings muss Laing schnell erkennen, dass das Ganze nach einer strengen Hierarchie aufgebaut ist. Unten wohnt die Unterschicht, dann kommt die Mittelschicht, ganz oben lebt die elitre Oberschicht samt dem Architekten des Gebudes, Anthony Royal. Langsam entstehen erste Reibungen zwischen den Schichten, und die Situation beginnt zunehmend zu eskalieren.

Mehr mchte ich zur Handlung eigentlich nicht erzhlen, wobei man sich schon denken kann wo der Hase langluft. Was Wheatley hier prsentiert, und Ballard schon vorlegte, ist natrlich einerseits eine Dystopie, andererseits einen lupenreinen Spiegel auf die heutige, oder auch jegliche, Gesellschaftsform. Die Romanvorlage ist mir bis dato nicht bekannt, da sich der Film aber ziemlich rund anfhlt nehme ich an, dass die Umsetzung gelungen sein drfte. Das liegt sicher einerseits an der wirklich ansprechenden Optik des Ganzen, was das Haus selbst angeht, aber natrlich auch an den hervorragenden Darstellern. Tom Hiddelston ("Avengers", "The Night Manager") berzeugt als Laing, als Love-Interest ist Siena Miller ("American Sniper") an Bord, Jeremy Irons als Chef des Hauses, Leute wie James Purefoy, Luke Evans und Elisabeth Moss runden das Ensemble ab. Sicher ist dies Wheatleys grter Film bislang, nachdem er mit dem brutalen "Kill List" erste Fans fand, dann mit "Sightseers" nochmal nachlegte und schlielich eine Episode des Episodenhorrors "The ABCs of Death" drehte. Aber auch hier kann er mit seiner Inszenierung berzeugen, und liefert einen ungemtlichen Film ab, ber den es sich nachzudenken lohnt. Trotz des Anteils schwarzen Humors ist dieser Film aber auch keineswegs wirklich ein Unterhaltungsfilm. Sex und Gewalt sind ebenso allgegenwrtig wie ein eigenwilliger Stil, und des knnte manchen Zuschauern sauer aufstoen. "High Rise" ist ein Film auf den man sich einlassen knnen muss. Bild und Ton der Blu-ray sind auf gutem Niveau, Im Bonusbereich findet man einige Interviews und eine Featurette vom Buch zum Film.
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