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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Green Room (Blu-ray)
Band FILM
Titel Green Room (Blu-ray)
Label/Vertrieb Universum Film GmbH
Homepage www.green-room-film.de/
Alternative URL https://www.facebook.com/greenroom.derfi...
Veröffentlichung 07.10.2016
Laufzeit 95:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Regisseur Jeremy Saulnier ist zwar bereits einige Jahre im Filmbusiness unterwegs, und drehte schon im Kindesalter erste Kurzfilme, auf dem Weg dorthin lernte er sein Werk aber von der Pieke auf. Er besuchte die Filmhochschule, absolvierte eine Ausbildung als Kameramann, war als Produktionsassistent und Kameramann unterwegs. Im Jahr 2007 legte er mit "Murder Party" seinen Debtfilm vor, der beim Genre-Publikum durchaus teils punkten konnte. 2013 traf er mit "Blue Ruin" den Geschmack des Publikums noch besser, wenn man den Meinungen im Netz Glauben schenken darf. Will heien ich sollte mir seine zwei bisherigen Werke wohl doch mal zu Gemte fhren. Bislang kenne ich nur seinen aktuellen Film "Green Room", der nun auch bei uns in den Regalen zu haben ist.

Saulnier schickt den Zuschauer ins lndliche Oregon. Dort tingelt die leidlich erfolgreiche Punk Band "The Ain't Rights" zu einem Ersatzgig, und das ausgerechnet in einem Hinterwdlerschuppen der von rechten Skins bevlkert ist. Dass diese von ihrem Auftaktsong "Nazi Punks Fuck Off" nicht gerade begeistert sind versteht sich von selbst, aber es gelingt ihnen noch den Auftritt rumzureien. Als dann pltzlich ein Mord geschieht, und sie mit einem Skin und der Freundin des Opfers im Green Room eingesperrt sind, wendet sich das Blatt doch noch. Ein knallharter berlebenskampf beginnt, denn Barbesitzer Darcy und seine Nazi-Schergen sind nicht gewillt Zeugen ziehen zu lassen.

Ja nun, das wre dann der Plot der Geschichte, der im brigen dann auch so von Statten geht. Nicht mehr gibt's zu vermelden von Saulniers neuestem Streifen, aber eben auch nicht weniger. Das Ganze wurde ansprechend dster und hart in Szene gesetzt, nach dem Einstieg geht es straight und brutal zu, es geht ohne Umschweife ums Wesentliche: Das Eingemachte! Dabei kann man durchaus sagen, dass bis auf ein oder zwei Logiklcher alles ziemlich realistisch gehalten wurde, die handgemachten Effekte tun dazu ihren Teil, und handfest wird es durchaus das ein oder andere Mal. Man kann Saulnier nicht vorwerfen, dass er das Rad neu erfinden wollte. Belagerungsfilme gibt es nicht erst sein Carpenters "Das Ende", "Das Wespennest" oder etwaigen anderen Vertretern, allerdings verleugnet der Regisseur diese Tatsache nie, und setzt bekannte Mittel einfach treffend ein.

Strend empfinde ich einfach die hummeldumme Tatsache, dass eine Punk Band einen solchen Song freimtig in einer solchen Location zum Besten gibt, denn das ist bar jedem Realismus. Die ganze Schose htte auch ohne diese Nummer funktioniert, aber man will nicht ppstlicher sein als der Papst. Der Regisseur hatte einfach ein Hndchen fr seinen Stoff, und dabei waren ihm natrlich auch Leute wie Anton Yelchin (leider krzlich verstorben), Imogen Poots und Patrick Stewart behilflich, die ihre Rollen wirklich auszufllen wissen. Gerade Stewart als Obernazi ist eine Schau, des Weiteren findet sich noch Macon Blair unter den Darstellern, mit dem Saulnier bereits bei seinen beiden vorangegangenen Filmen gearbeitet hat. Der passende Soundtrack besteht zwar mageblich aus Songs die fr den Film komponiert wurden und von der Filmband interpretiert werden, aber auch einige bekannte Metal und Punkstcke wurden verarbeitet.

Der ganz groe Wurf ist "Green Room" nicht geworden, mangels neuer Ideen und altbekannten Mustern, aber eben ein unterhaltsames Vehikel, was Freunde der hrteren Gangart eine spaige Zeit bescheren sollte. Man darf auf weiteren Output von Jeremy Saulnier gespannt sein, der bisher auch die Drehbcher fr seine Filme schrieb. Im Gesprch ist er fr die Romanverfilmung "Wolfsnchte", dem Vernehmen nach ein Werk, was sehr interessant werden knnte. Die Bild- und Tonqualitt der Blu-ray sind gut, im Bonusbereich finden sich neben den Trailern noch fnf kurze Featurettes, die mit insgesamt um die 8 Minuten aber ziemlich knapp ausgefallen sind.
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