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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - I Am Thor
Band FILM
Titel I Am Thor
Label/Vertrieb Studio Hamburg Enterprises
Homepage thorcentral.net
Veröffentlichung 05.08.2016
Laufzeit 83:00 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 11 von 15 Punkten
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John Mikl Thor ist mittlerweile circa 63 Jahre und der Hauptdarsteller der Musikdokumentation "I Am Thor" die irgendwie von der Machart her an die groartige Anvil Doku erinnert, aber nicht ganz so genial ist.
Der Kanadier startete seine Karriere als Bodybuilder, kam dann ber diverse krude Jobs (Nacktkellner) zum Showgeschft. Er verband Entertainment mit Hard Rock / Glam und Heavy Metal und kultivierte das Thor Image, so dass er mit Papphammer und Waffen auf der Bhne poste, aber auch Jahrmarktrummel Action wie Steine zerdeppern, Wrmflaschen aufpusten und platzen lassen, sowie Eisenstangen verbiegen und Gegner bekmpfen zelebrierte. Das sah und sieht alles trashig aus. In Rckblenden bestehend aus alten Bildern und Aufnahmen kommt Thor, seine Band und Medienpartner, Ex-Frau zu Worte was sehr interessant ist. Thor trat auch in ein paar sehr (natrlich) trashigen B-Filmen auf. Diese werden hier nur ganz kurz angerissen, was etwas schade ist. In den spten Achtzigern, Anfang der Neunziger machte er fr 10 Jahre Schluss mit dem Musikbiz und kam circa 2002 zurck um mit neuer Band durch diverse Klitschen eine Ochsentour zu machen. Hierbei sieht man einen alten, aber enthusiastischen Mann der fr die Bhne lebt und mit seiner harmlosen und witzigen Show immer Leute begeistert. Gesundheitliche Rckschlge, wenige Besucher und eine schlechte Organisation brechen dem Hnen aber fast das Genick. Ein Highlight ist dann die Europatournee wo er Festivals wie dem "Muskelrock" oder dem "Sweden Rock" ein greres Publikum und auch Anerkennung bekommt. Da hier einige skurrile Typen am Start sind, wie z.B. sein Teilzeitgitarrist Thundergeek (!) und man Thor immer versucht mit Respekt zu zeigen und nicht der Lcherlichkeit preis gibt, entstand eine interessante Doku bei der ich teilweise etwas mehr Tiefe und weniger Tourinterviews erwartet htte. Eine tragische Gestalt ist der John Mikl Thor irgendwie schon, aber auch ein Stehaufmnnchen was Mut macht und an seine Sache glaubt. Die Alben sind aber sicherlich eher was fr Underground Freaks die Metal / Rockmusik mit Klischees der Achtziger huldigen und beinharte "Keep It True" Gnger sind. Aber hey, da knnte der Thor doch wirklich mal spielen.
Die Bildqualitt der Dokumentation ist in Ordnung, hier steckt kein dickes Budget dahinter, wobei manche alten Aufnahmen schon arg schlecht sind.
Trotzdem, eine gute Dokumentation! Ich vermisse nur die blichen Outtakes und Extras die bei anderen, hnlichen Produktionen Zusatzinformationen bieten!
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