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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Point Break (Blu-ray)
Band FILM
Titel Point Break (Blu-ray)
Label/Vertrieb Concorde Video DVD
Homepage www.pointbreak-film.de/home/
Alternative URL https://www.facebook.com/pointbreak.derf...
Veröffentlichung 28.07.2016
Laufzeit 113:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Als Fan lterer Filme hat man es heutzutage mitunter nicht leicht. Da Hollywood wenig Neues einfllt, hagelt es einem die Remakes ja gleich in Scharen um die Ohren. Nun ist man also groer Fan des 1991er Streifens "Gefhrliche Brandung" von Kathryn Bigelow, und kriegt nun das 2015er Remake "Point Break" (wie Bigelows Streifen im Original auch heit) vorgesetzt. Da ich den Remakes nicht grundstzlich negativ gegenber eingestellt bin, gehe ich also doch mit einiger Neugier an die Sache ran. Das Grundgerst der Geschichte wurde etwas umgeschrieben und verndert, gedreht hat den Film Ericson Core, der im Kamerabereich einiges an Erfahrung mitbringt ("Daredevil", "Payback", "The Fast and the Furious") und mich mit seiner Regie zu "Unbesiegbar" mit Mark Wahlberg schon auf seiner Seite hatte.

Die Handlung dreht sich um Johnny Utah, frher Extremsportler, seit dem Unfalltod eines Freundes umgeschult als FBI-Agent. Mit seinem Partner Pappas wird er auf eine Reihe Verbrechen angesetzt, in denen augenscheinlich Extremsportler die Fden ziehen, denn sonst htte diese keiner ausfhren knnen. Man stt auf die Gruppe und deren Anfhrer Bodhi, denen sich Utah undercover anschliet. Doch nicht nur die Zuneigung zur toughen Samsara erschweren die Ermittlungen, auch die waghalsigen Aktionen und die Tatsache, dass fr Utah die Grenzen zwischen Gut und Bse zu verschwimmen scheinen.

Natrlich ist damit die Story von damals teils nochmal erzhlt, man muss aber direkt sagen, dass sie hier unsinnig ausgebaut wurde und mit pseudophilosophischem Quatsch ergnzt wird. Wenn man dieses Nonsens ertragen kann, strt das nicht weiter, es klingt aber im Film alles etwas arg an den Haaren herbeigezogen. Prinzipiell dient die Schose aber ohnehin nur als Aufhnger fr mglichst brachiale und halsbrecherische Stunts und Aktionen, die hier einander ablsen, whrend die Geschichte zum Beiwerk verkommt. Auch die aufkeimende Romanze zwischen Utah und Samsara ist eigentlich nicht wirklich ntig gewesen, da sie kaum beachtet wird.

Darstellerisch habe ich von Edgar Ramirez nach seiner Leistung in "Carlos - Der Schakal" weit mehr erwartet, er bleibt hier als Bodie ziemlich blass. Noch blasser wirkt aber Luke Bracey, der mir bislang nicht bekannt war. Er geht mit dem Rest der Crew ziemlich unter, wohingegen wenigstens noch Ray Winstone eine ordentliche Leistung abliefert. Gegen die Crew von damals stinkt das gewaltig ab, denn Keanu Reeves und Patrick Swayze hatten einfach weit mehr Profil, Gary Busey sowieso, vom Rest fange ich jetzt lieber nicht an.

Bei aller Mkelei muss man zugeben, dass Core einen Blick fr gelungene Kameraperspektiven hat, da macht sich die Erfahrung bezahlt. Spektakulr geht es zu, die Action funktioniert trotz allem. Aus dem Surferfilm wurde ein Werbevideo fr Extremsport, und wen das nicht abschreckt, der kann mit "Point Break" durchaus unterhaltsame 100 Minuten mit verbringen. Das meine ich auch so, denn trotz einer Laufzeit von knapp zwei Stunden, sind die letzten 15 Minuten sagenhaft fr den Abspann verbraten. Das Bild der Blu-ray ist gut, der Ton wummert schn und bringt die Surround-Boxen ins Schwitzen, im Bonusteil gibt es einige entfallene Szenen und vier kurze Featurettes zu den sportlichen Szenen, neben den blichen Trailern.
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