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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Loved - Missbrauchte Liebe
Band FILM
Titel Loved - Missbrauchte Liebe
Label/Vertrieb Studio Hamburg Enterprises
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Veröffentlichung 24.06.2016
Laufzeit 99:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Regisseurin und Drehbuchschreiberin Erin Dignam hat in ihrer Karriere nicht gerade viel zustande gebracht, wenn man das bei lediglich zwei Spielfilmen so nennen kann. Nachdem sie 1990 bereits mit Robin Wright zusammengearbeitet hatte, besetzte sie die gute Frau 1997 in ihrem Drama "Loved - Missbrauchte Liebe" nochmals fr die Hauptrolle, und nun erscheint dieses Werk erstmals hierzulande auf DVD. Neben Wright, die damals bereits Wright-Penn hie und mit dem Produzenten des Films Sean Penn verheiratet war, sind auch William Hurt, Amy Madigan und Richard Schiff. Penn selbst lie sich zu einem Cameo hinreien, was aber auch heit, dass er sofort nach dem von ihm gespielten/gesprochenen Intro wieder in der Versenkung verschwindet.

Die Handlung dreht sich um einen Mann, der sich auf der Anklagebank verantworten soll, nachdem sich seine Frau vor ein Auto warf und starb. Wie sich herausstellt scheint er seine Frau geschlagen und missbraucht zu haben, und wie der ermittelnde Staatsanwalt Dietrickson feststellt, hat er dies bereits bei seinen vorigen Partnerinnen ebenso getan. Um dies jedoch stichhaltig zu beweisen, bentigt Dietrickson eine stichfeste Zeugenaussage, und diese soll ihm Hedda liefern, die bereits ihre einschlgigen Erfahrungen mit dem Angeklagten gemacht hat.

Dignam serviert uns hier kein reinrassiges Gerichtsdrama, wie man es vielleicht erwarten wrde, sondern vielmehr eine Geschichte, die versucht sich eingehender mit dem Thema Gewalt in der Ehe/Partnerschaft auseinanderzusetzen. Rein vom Prinzip her ist ihr das teilweise auch gut gelungen. Es werden wichtige Punkte dieses Problems angesprochen und thematisiert. Robin Wright gelingt es Hedda so darzustellen, dass man ihr die geschlagene Freundin abnimmt, und auch die widersinnig erscheinende Tatsache, dass misshandelte Frauen die Schuld bei sich suchen und auch das Ertragen der Schmerzen aus Liebe bringt sie glaubhaft rber. Das Problem des Films ist vielmehr die recht langatmige Inszenierung, die sich zuviel Zeit nimmt, und die schlussendlich einfach zu seelenlos und ohne Hhepunkte rberkommt. Wer mit der Thematik etwas anfangen kann, wird hier zwar durchaus bei der Stange gehalten, wer ein Justizdrama sehen will, ist hier eher an der falschen Adresse. Gegenber "Genug!" Mit Jennifer Lopez ist "Loved - Missbrauchte Liebe" aber wohl definitiv die bessere Wahl! Die DVD kommt ohne Extras daher.
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