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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - The Hateful 8 (Blu-ray)
Band FILM
Titel The Hateful 8 (Blu-ray)
Label/Vertrieb Universum Film
Homepage thehatefuleight.com
Veröffentlichung 30.05.2016
Laufzeit 167:00 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Da ist er nun, der (erst?) achte Film von Kult Regisseur Quentin Tarantino! Wie schon der letzte Streifen "Django" ist dies ein Western. Doch "The Hateful 8" ist kein normaler Western, es ist auch keine Variante der glorreichen Sieben! Irgendwie ist der Streifen eine Mischung aus Italowestern im Schnee (ja, da gab es welche!) und einem Kammerspiel. Viel geredet wird die ganze Zeit auch, und so wundert es den Zuschauer sicher nicht, dass der Film 167 Minuten lang ist. Auch hat Tarantino wieder seine Lieblingsschauspieler und Kultmimen aus seinen sieben anderen Streifen versammelt als da wren: Kurt Russel, Samuel L. Jackson, Tim Roth, Bruce Dern und Michael Madsen welcher ja die letzten 15 Jahre eher schlecht als recht diverse B und C Filme ausgefllt hat. Die Geschichte ist Spoiler frei schnell erzhlt: Kopfgeldjger John "der Henker" Ruth befindet sich kurz nach dem amerikanischen Brgerkrieg in einer Kutsche und fhrt Richtung der Stadt Red Rock. Er will die gefhrliche Verbrecherin Daisy Domerque (groartig Jennifer-Jason Leigh) dort hinbringen und hlt nichts von dem Prinzip "Tod oder lebendig". Nachdem er mehrere Anhalter, u.a. den neuen Sheriff von Red Rock und den schwarzen Kopfgeldjger Warren (Samuel L. Jackson) eingesammelt hat, zwingt ein Schneesturm sie in "Minnies Miederwaren" (eine Mischung aus Geschft, Kneipe und Pension) zu bernachten. Dort sind neben einem Mexikaner der dort arbeitet auch vier Fremde. Irgendwas ist faul, Minnie und ihr Mann angeblich verreist und drauen tobt der Schneesturm. Ruth und Co. bekommen den Verdacht das hier einer mindestens in der Gruppe ist der Daisy befreien will. Doch erst wird sich beschnuppert und viel erzhlt / provoziert.
Mehr will ich nicht verraten, die Schauspieler sind groartig, manche Dialoge auch, doch vieles ist mir wie so oft bei Tarantino zu langatmig und ausgewalzt. Im Grunde ist "The Hateful 8" ein Kammerspiel das Elemente des Detektivkrimis (Who done it?) und Horrorfilmes benutzt. Acht verschiedene Leute mssen in einem groen Raum zusammen sein, drauen tobt der Sturm der auch ein Monster / Mrder in einem Horrorfilm sein knnte. Jeder hat anscheinend andere Beweggrnde. Mit der Zeit wird auch geschossen und gestorben, die Auflsung wird in Rckblenden (natrlich) ausfhrlich zelebriert Die Gewalt ist fr meine Augen so grotesk und bertrieben wie bei "Django". Nicht nur deshalb erinnert mich das Ganze manchmal auch an einen Slasher / Monsterstreifen. Whrend fast jeder der acht Schauspieler gengend Raum bekommt, bis auf die wenigen Nebendarsteller natrlich, hat z.B. "der Cowboy" Michael Madsen und auch "der Mexikaner" recht wenig Text, was ich etwas schade finde. Toll ist die Machart die ganz klar von den groen und kleinen Western der Vergangenheit inspiriert wurde - ich sag nur Landschaftsaufnahmen! Deshalb wundere ich mich, warum Tarantino meint das Ganze mit derben Splattereffekten zu garnieren. Nach der Auflsung ist fr mich die Luft raus den Film mehr als noch einmal zu schauen.
Das 13 Minuten Bonusmaterial ist nett und die bliche Selbstbeweihrucherung. Insgesamt ein guter Film mit Lngen der nicht so geil oder "Kult" ist wie manche es darstellen wollen! Aber wenigstens hat Ennio Morricone fr die Filmmusik endlich seinen verdienten Oscar erhalten, er ist ja auch nicht mehr der Jngste!
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