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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Sein Name war Franziskus
Band FILM
Titel Sein Name war Franziskus
Label/Vertrieb Polyband WVG
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Veröffentlichung 29.03.2016
Laufzeit 180:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Giovanni Batista Bernardone drfte unter diesem Namen sicher eher der geistlichen Welt ein Begriff sein. Sprechen wir von Franciscus de Assis kommen wir der Sache schon nher, und vom alten Franz von Assisi hat man sptestens in der Schule im Religionsunterricht schon einmal was gehrt. Er wurde ca. 1181 im besagten Assisi in Italiens Region Umbrien geboren, starb im Jahre 1226 und wurde bereits kurz nach seinem Tode vom Papst heiliggesprochen. Der zweiteilige TV-Film "Sein Name war Franziskus" widmet sich dem Leben und Wirken eben dieses Mannes, der einst ein junger Freund des feiernden Volkes und Kmpfer in Kriegen war, nach seiner Gefangenschaft gelutert den Waffen entsagte. Er wollte so leben wie es Jesus den Menschen vormachte, nachdem ihm Gott erschien, und nachdem sich immer mehr Leute ihm anschlossen und um ihn scharten, wurde er dann auch der Begrnder des Franziskaner Ordens.

Die italienische Regisseurin Liliana Cavani ist bereits seit nunmehr ber 50 Jahren im Geschft, drehte neben Spielfilmen einige Dokumentarfilme, schrieb Drehbcher, aber am heiligen Franziskus scheint sie einen Narren gefressen zu haben. 1966 erschien ihr erster Film ber ihn, 1989 flimmerte die zweite Variante ber die Leinwnde, diesmal sogar mit Botoxfreund Mickey Rourke in der titelgebenden Rolle und Helena Bonham Carter als heilige Klara. Nun prsentiert uns die gute Dame Variante Nummero drei, diesmal aber merklich magerer im Budget, dafr immerhin mit Rutger Hauer als Vater von Franziskus. Nichts desto trotz, und das liegt sicher nicht am Geld, hat man diesmal das Gefhl, dass der Film deutlich straffer htte werden mssen, um ber die lange Laufzeit von drei Stunden auch zu unterhalten. Auch der Bildungsauftrag, den ich einem solchen Streifen zumindest locker unterstelle, bleibt teilweise etwas auf der Strecke, da die relevanten Punkte aus dem Leben unseres Franz erst deutlich spt zum Tragen kommen, oder gleich ganz zu flach in der Ausarbeitung bleiben.

Irgendwie hatten solche thematisch religisen Filme frher mehr Bildgewalt, mehr zu erzhlen und waren merklich unterhaltsamer. Auch die Ausstattung wusste mehr zu gefallen, denn ab und an hat man bei "Sein Name war Franziskus" das Gefhl, als htte man Szenen im Teutoburger Wald gedreht, statt an Originalschaupltzen. Nichts desto trotz kann man sich den Film an einem verregneten Nachmittag mal ansehen, mehr aber auch nicht. Wenn sich jemand so mit Franz von Assisi beschftigt wie Frau Cavani, dann liegen die Erwartungen eine ganze Schippe hher. Neben dem deutschen und englischen Tonformat gibt es auf der DVD noch ein Making-Of zu bestaunen.
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