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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Der Tel-Aviv-Krimi
Band FILM
Titel Der Tel-Aviv-Krimi
Label/Vertrieb Edel Germany GmbH
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Veröffentlichung 11.03.2016
Laufzeit 90:00 & 90:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Just im Free-TV gelaufen, schickt sich die ARD-Produktion "Der Tel-Aviv-Krimi" schon an auf DVD fr unsere Heimkinos bereitzustehen. Die beiden Filme "Tod in Berlin" und "Shiv'a" handeln beide von der jdisch stmmigen Kriminalkommissarin Sara Stein, die bislang nicht viele Berhrungspunkte mit ihrer Religion hatte. Das soll sich nun ndern, als sie in dem Fall einer ermordeten jdischen DJane ermitteln muss, deren Partner ausgerechnet ein Palstinenser war. Neben den normalen Verwicklungen eines Mordfalls muss sich Sara fragen ob es sich wie anzunehmen um eine familire Tat handelt, oder vielleicht doch eine politische Motivation dahintersteckt, whrend sie sich zeitgleich ausgerechnet in den israelischen Pianisten David verliebt.

Der zweite Teil der Geschichte namens "Shiv'a" fhrt uns dann sogleich nach Tel Aviv, wohin Sara mit ihrem mittlerweile Ehemann David gezogen ist. Auch dort will sie bei der Polizei arbeiten, und stolpert unversehens in ihren Ersten Fall. Chief-Inspector Shavit wurde in seiner Wohnung ermordet, und Sara soll den Fall zusammen mit dem neuen Kollegen namens Jakoov Blok aufklren. Dies gestaltet sich natrlich alles andere als einfach, zumal die "Neue" ja auch noch im eigenen Kollegenkreis ermitteln muss.

Die beiden Filme stellen anscheinend den Auftakt zu einer neuen Kriminalreihe der ARD dar, wobei diese ursprnglich komplett in Tel Aviv spielen sollte. Da zum Drehbeginn dort nicht gedreht werden konnte, schob man kurzerhand die Berlin-Episode vor, um zumindest zwei der Hauptfiguren einfhren zu knnen. Der Rest des in Teil 1 durchaus guten Ensembles drfte somit in weiteren Filmen nicht weiter auftauchen, wie man schon an Teil 2 erkennen kann. Regisseur Matthias Tiefenbacher, der bereits fr TV-Formate wie "Balko", "Der Fahnder" und etwaige "Tatort"-Folgen auf dem Regiestuhl sa, inszenierte auch hier souvern und zielgerichtet. Die Figuren haben Format, und sind gut ausgearbeitet, die Geschichten ansich schnrkellos erzhlt und gekonnt miteinander verwoben.

Einerseits handelt es sich bei "Der Tel-Aviv-Krimi" natrlich um nichts anderes, als eine gngige Kriminalgeschichte, andererseits bekommt die Sache durch den jdisch-israelischen Hintergrund eine interessante Sichtweise hinzugefgt. Tiefenbacher versinkt hierbei aber glcklicherweise nicht in Klischeedenken und Religionsuntiefen, sondern verwebt gekonnt die Probleme und geschichtlichen Aspekte mit der vorhandenen Geschichte. Ob dies durch weitere Folgen so aufrecht gehalten werden kann ist fraglich, wnschenswert wre es, denn hier funktioniert es durchgehend ziemlich gut. Ein erhobener Zeigefinger war hier nicht auszumachen, dafr aber gut harmonierende Figuren. Ein wenig konstruiert wirken die beiden Flle zwar hier und da durchaus, das Gesamtbild trbt sich dadurch aber nur marginal. Was bleibt ist unterhaltsame TV-Krimikost, die sicher ihre Fans finden wird, und etwas Abwechslung zum sonntglichen "Tatort" bringt.
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