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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Self Less - Der Fremde In Mir (Blu-ray)
Band FILM
Titel Self Less - Der Fremde In Mir (Blu-ray)
Label/Vertrieb Concorde Home Entertainment
Homepage www.concorde-home.de
Veröffentlichung 23.12.2015
Laufzeit 112:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Stell dir vor, du besitzt ein Vermgen, welches du dir auf ehrlichem Wege verdient hast. Du bist Unternehmer mit Leib und Seele und hast der Welt eigentlich noch sehr viel zu geben, doch lautet die Diagnose Krebs; unheilbar zudem.

Damian Hale (Ben Kingsley) hat mit genau dieser Situation zu kmpfen. Milliardenschwer, doch totkrank wendet er sich an eine recht dubiose Organisation, die ihm angeblich helfen kann. Mit dem "Shedding" genannten Verfahren soll sein Bewusstsein in das eines knstlich erschaffenen, jungen und gesunden Krpers bertragen werden.
Die, selbstverstndlich schweineteure Prozedur verluft erfolgreich und Damian, nun als Edward (Ryan Reynolds) unterwegs, geniet sein neues Leben zunchst in vollen Zgen... mit einer Einschrnkung: Die erste Zeit muss er mit seinen Rettern in Form des, sagen wir mal semi-sympathischen Albright in Kontakt bleiben, um regelmig mit speziellen Tabletten versorgt zu werden. Diese sollen ihm dabei helfen, mit der neuen Situation besser klar zu kommen. Die Medikamentierung scheint auch notwendig, wird er doch schon kurz nach dem Eingriff von seltsamen Visionen heim gesucht, die ihm wie Erinnerungen eines anderen vorkommen.

Man muss kein Kenner der Materie sein, um wenigstens zu ahnen, wie sich das Spiel zunchst entwickelt. Was dann aber positiv auffllt, ist die Art wie die Idee weiter gesponnen wird.
"Self/Less - Der Fremde In Mir" ist ein berraschend guter Beitrag zum nicht wirklich neuen Thema "Mein Krper/Dein Krper", dafr stehen nicht zuletzt Kingsley und Reynolds.
Ich spoiler wohl nicht wirklich, wenn ich sage, dass es im Plot letztlich um den Kampf Hales' gegen die "Shedding"-Organisation geht, die, ebenfalls keine Mrderberraschung, ein dunkles Geheimnis zu schtzen hat.
Weiter auf die Handlung einzugehen wre indes schon zu viel des Guten.

Regisseur Tarsem Singh hat mit "Self/Less" meines Erachtens einen relativ intelligenten Science Fiction-Thriller geschaffen, der neben dem spannenden und actionreichen Teil immer wieder zur Selbstreflexion einldt. Mitfiebern kennt man von so einigen Filmen; sich auch mal fragen, wie man selbst handeln wrde, geht da schon einen Schritt weiter.
Ich gebe es zu, nicht alles ist logisch, manches ein wenig unglaubwrdig, das Ende wird den ein oder anderen enttuschen (ich sag nicht, welches Publikum, das wre schon wieder gespoilert), und doch ist das Ding hier rund. Die knapp zwei Stunden haben keinerlei Lngen und am Ende fhlte ich mich bestens unterhalten.
Bild und Ton sind einer Blu-ray wrdig und das Bonusmaterial geht auch klar.
Warum der Film bei einigen etablierten Internetseiten so mies abschnitt, kann ich mir brigens beim besten Willen nicht erklren. Einfach mal ne Chance geben!
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