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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DEVIN TOWNSEND PROJECT - Devin Townsend Presents  Ziltoid Live At The Royal Albert Hall
Band DEVIN TOWNSEND PROJECT
Titel Devin Townsend Presents Ziltoid Live At The Royal Albert Hall
Label/Vertrieb Inside Outmusic / Sony Music
Homepage www.hevydevy.com
Alternative URL www.facebook.com/dvntownsend
Veröffentlichung 13.11.2015
Laufzeit 167:33 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 15 von 15 Punkten
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Es ist tatschlich schon gut zwei Jahre her, dass Devin Townsend seine Anhnger mit dem grandiosen Livespektakel "The Retinal Circus" bedachte, da kommt mit "Ziltoid Live At The Royal Albert Hall" auch schon die nchste Wundertte des kreativen Kanadiers.
"Z", vielmehr der "Dark Matters"-Teil des 2014er Doppelalbums erhlt in den altehrwrdigen Londoner Hallen eine aufwendige Livedarbietung, wie sie wohl nur Hevy Devy auf die Beine stellen kann. Das Konzeptalbum, das die Fortsetzung des 2007er-Albums "Ziltoid The Omniscient" darstellt und auf CD ein Hrspiel darstellt, wurde am 13. April 2015 im Londoner Stadtteil Kensington Gore vor vollem Haus aufgefhrt und mit 14 Kameras fr die Nachwelt in HD festgehalten. Keine schlechte Idee, wenn man bedenkt, dass das Event kurz nach Beginn des Ticketverkaufs komplett ausverkauft war.
Mr Townsend, der seine grten Fans ganz offensichtlich im vereinigten Knigreich hat, fhrt eine Produktion auf, die sich sehen (und hren) lassen kann. Einem kleinen Musical gleich erfhrt die Geschichte um Ziltoid, Herman The Planet Smasher, Queen Blattaria und ihren Poozers, sowie Captain Spectacular eine fast schon broadwayreife Umsetzung. Bis auf Chris Jericho (Spectacular) hat man smtliche Darsteller live auf der Bhne, doch auch der leicht naive Captain darf mitspielen; via Leinwand werden seine Parts eingespielt, und auch sonst werden die groen LED-Wnde permanent genutzt, um die Show optisch aufzuwerten.
Devin und seine Mannen haben sichtlich Spa und spielen, wie nicht anders zu erwarten auf den Punkt.
Kann man Teil 1 dieses Konzerts schon als famos bezeichnen, macht erst die zweite Hlfte die Show zu einem wahren Mammutprojekt. Via Online-Poll konnten Fans bestimmen, was in der zweiten Halbzeit gespielt wird. Was als geschriebenes Wort schon groartig klingt, ergab dann letztendlich ein wahres Fest fr treue Fans. Eine Setlist, die es so bei Devin Townsend noch nie gegeben hat, die sich ber gut 90 Minuten erstreckt und, wenn sie auch vielleicht fr den ein oder anderen etwas missen lsst, niemanden enttuschen sollte.
"Earth Day", "Supercrush", "Kingdom", alles geile Songs, die im Grunde nicht fehlen drfen, aber eben auch selten fehlen, werden ergnzt durch kaum bis nie gespielte Perlen wie "Namaste", "Funeral" und "The Death Of Music". Vor allem letzteres hat mich vllig berwltigt zurck gelassen. Devin wirkt ohne Gitarre zunchst ein wenig nackt, gibt sich aber meines Erachtens dadurch dem Song komplett hin.
Zum abschlieenden "Universal Flame" fllt der Meister die Bhne schlielich mit Frau, Kind und einigen V.I.P.-Fans, die den Universal Choir stellen. Vor allem das Ende sorgt fr massivste Gnsehaut.
Zu Sound und Bild kann ich nur bedingt Aussagen treffen, stand mir zum Zeitpunkt der Rezension lediglich ein Stream zur Verfgung. Ich gehe aber beim Perfektionismus des Herrn T. stark davon aus, dass es auch hier nichts zu meckern gibt.
Natrlich erscheint "Devin Townsend Presents: Ziltoid Live At The Royal Albert Hall", wie man das mittlerweile kennt in mehreren Versionen, darunter u.a. auch wieder eine Hardcorefan-Version mit einem 44 Seiten starken Artbook inklusive 3 CDs, 2 DVDs und einer Blu-ray (diese Verffentlichungs-Politik darf man ruhig mal kritisieren, wozu DVD UND Blu-ray???). Behind The Scenes und eine komplette Dokumentation des Konzerts befinden sich aber wohl exklusiv auf dieser V.
Fr welche Version ihr euch auch entscheidet, das Herzstck der Geschichte, das Konzert (immerhin fast 170 Minuten!) findet ihr auf jeder, und das allein rechtfertigt den Kauf.
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