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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

RAGE AGAINST THE MACHINE - Live At Finsbury Park (Blu-ray)
Band RAGE AGAINST THE MACHINE
Titel Live At Finsbury Park (Blu-ray)
Label/Vertrieb Edel Germany GmbH
Homepage www.ratm.com
Alternative URL www.facebook.com/ratm
Veröffentlichung 16.10.2015
Laufzeit 81:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Rage Against The Machine sind keine normale Band, sind sie nie gewesen. Anfang der 90er mit ihrem selbst betitelten Debt kometenhaft durchgestiegen, lie die Band nie den Hauch eines Zweifels an ihren politischen Motiven aufkommen. Hier ging es nie einfach nur um Musik, hier sollten Zeichen gesetzt werden.
Ein solches, wenn auch nicht ganz so politisches, setzten die 4 Musiker als Dank fr ihre Fans, am 6. Juni 2010 im Londoner Finsbury Park. Ein kostenloses (!) Live-Konzert vor abertausenden von ausrastenden Fans setzte einer auergewhnlichen Aktion die Krone auf. Was war geschehen? Die UK-Single-Weihnachtscharts wurden von 2005 bis 2008 stets von den Gewinnern der Casting-Show "The X-Factor" belegt. Jon und Tracy Morter, einem britischen Ehepaar stie das vermutlich sauer auf, denn sie starteten via Internet eine Kampagne, die einen Alternativsong zum Retortenquatsch an die Spitze der Hitparade fhren sollte: "Killing In The Name" von RATM!
Womit niemand gerechnet hatte, wurde wahr: Der, im Grunde wenig herzerwrmende oder gar konsensfhige Song belegte Platz 1 und verdrngte damit "X-Factor"-Gewinner Joe McElderry. Die Band selbst war derart angetan von der Aktion, sie untersttzte sie nicht nur, sie spendete auch smtliche Einnahmen aus den Singleverkufen fr wohlttige Zwecke UND kndigte eben jenes besagte, kostenlose Freiluftkonzert an.
Die 12 Songs umfassende Setlist beinhaltet ausschlielich Kracher erster Kajte und einen The Clash-Song ("White Riot"); allesamt von der bestens aufgelegten Band in die beeindruckende Zuschauerkulisse gefeuert. Besonders Gitarrist Tom Morello grinst ber beide Ohren und schiet gerne mal bers Ziel hinaus. Will meinen, wer 1:1-Versionen seiner Lieblingssongs erwartet, wird von Morello und Kollegen hier und da ausgebremst. Ich meine jetzt keine ausartenden Jamsessions, aber die unbndige Spielfreude der Musiker sorgt gerne mal fr kleine Variationen.
Das Publikum dreht hchst kamerawirksam durch, der Sound kann sich (zumindest im Blu-ray-Mix) hren lassen und der Schnitt ist stets der Action dienlich. Mitten im Set ldt man die Initiatoren der Weihnachtsaktion zu sich auf die Bhne, um ihnen zu danken.
Vor dem Hhepunkt der Show, dem Song, der dies alles los trat, luft ein Video auf den groen Leinwnden, welches die Ereignisse, die hierzu fhrten in chronologischer Reihenfolge beleuchtet. Die Anspannung ist frmlich zu spren und entldt sich schlussendlich in einem riesigen, wild zappelnden und springenden Wust von Fans.
Ich bin kein groer Fan von Konzertmitschnitten, aber "Live At Finsbury Park" ist schon ein kleines Muss.
Als Bonus Features gibt es ein "Behind The Scenes", sowie ein Interview mit Jon und Tracy Morter.

Setlist:
Testify
Bombtrack
People Of The Sun
Know Your Enemy
Bulls On Parade
Township Rebellion
Bullet In The Head
White Riot
Guerilla Radio
Sleep Now In The Fire
Freedom
Killing In The Name
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