Navigation
                
21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Helge Schneider - Lass knacken Helge! Helge, der Film! Helge, Life!
Band FILM
Titel Helge Schneider - Lass knacken Helge! Helge, der Film! Helge, Life!
Label/Vertrieb Universal Music
Homepage www.helge-schneider.de
Alternative URL www.facebook.com/helgeschneider
Veröffentlichung 28.08.2015
Laufzeit 100:00 & 78:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 11 von 15 Punkten
>>Als E-Mail versenden
Helge Schneider lsst die Massen nicht kalt. Zu dem Ausnahmetalent aus dem beschaulichen Mlheim an der Ruhr hat man in der Regel eine klare Meinung. Zwischen Bewunderung und Fanboytum auf der einen, sowie Unverstndnis oder gar Ablehnung auf der anderen gibt es hchst selten etwas wie ein "joaaa". Doch auch als Freund seines Schaffens bin ich manches mal hin und her gerissen.
Seine Filme finde ich grtenteils sehr unterhaltsam und auch seine Hrspiele begeistern durch abstrusen Witz. Geht es jedoch an sein (zweifellos vorhandenes) musikalisches Genie, findet sich mein Nervenkostm auch gerne mal am Rande des Zumutbaren wieder. Seine Live-DVD "Komm hier haste ne Mark" beispielsweise - spontaner "Blindkauf"- flog schon nach kurzer Zeit aus dem DVD-Spieler. Zuviel Musik, zu wenig Albernheiten.
Bei "Lass knacken Helge! Helge, der Film! Helge, Life!" sieht das schon anders aus. hnlich wie zu seiner kommerziellen Hochzeit mit "Es gibt Reis, Baby" 1993, findet Helge hier meines Erachtens die Balance aus vllig bescheuertem Gaga-Humor und seiner Musik, dennoch mit Schwerpunkt auf Letzterem. Dass mir das besser mundet als zuvor liegt daran, dass zum einen altbekannte Hits frisch und wild improvisiert dargeboten werden, aber auch Lieder "... die auch teilweise richtig scheie sind", denn "... man muss auch an die denken, die Scheilieder gut finden." Namentlich wre das laut Schneider "Ladiladiho", kann ich aber nicht nachvollziehen; macht meiner Meinung nach auch heute noch was her.
Ob "Hast du eine Mutter", "Katzeklo" (herrlich doofer "neuer" Text) oder "Es gibt Reis" (der Fan merkt hier was), der Knstler gibt auch bei den Klassikern Gas.
Richtig interessant wird es aber erst bei den, teilweise in Jamsession ausartenden "Der Schnheitschirurg von Banania", "Der Meisenmann" oder "Nachtigall, Huh". SO lasse ich mir musikalischen Wahnsinn schmecken.
Helges Begleitband, "vom Arbeitsamt Potsdam" besteht selbstredend aus Spitzenmusikern, die neben dem Meister selbst mit Soli brillieren drfen. Das Bhnenbild ist quasi kaum vorhanden, die Beleuchtung sprlich, Helge braucht keinen Schnickschnack. Lediglich Sergej Gleithmann hat er sich erneut als "special attraction" gegnnt.
Kernstck der DVD ist natrlich das Live-Konzert, aufgenommen in der Hauptstadt, das hier und dort von kurzen Einspielern (Helge interviewt sich selbst, bzw. gibt kurze Kommentare zu den Songs ab) unterbrochen wird. Der Sound ist, und das hat wohl niemand anders erwartet, sehr gut, das Bild und der Schnitt der Sache angemessen.
Als Bonus gibt es noch ein albernes, kurzes Interview mit dem Maestro. Auf der DVD fehlen mir lediglich 45 weitere, auf dem Rcken versprochene Minuten... rgerlich.
Auf der beiliegenden CD sind, und das finde ich uerst begrenswert, NICHT die gleichen Titel wie auf der DVD. Einige Lieder mussten weichen, wo an anderer Stelle einige Songs mehr auf dem Tontrger landeten. Auch hier wieder groartig: Helges Spiel mit dem Publikum und dessen Erwartungen. Mitgeklatscht wird bei ihm nicht, da sorgt er auf fr ihn unnachahmliche Weise fr. Songs werden neu arrangiert oder auch mal gnadenlos verlngert.
Fr Fans des singenden Haarteils definitiv ein Muss.
<< vorheriges Review
LYNYRD SKYNYRD - One More For The Fans (Blu-ray)
nchstes Review >>
JEFF LYNNE`S ELO - Live In Hyde Park (Blu-ray)


Zufällige Reviews