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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Wild Card (Blu-ray)
Band FILM
Titel Wild Card (Blu-ray)
Label/Vertrieb Universum Film GmbH
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Veröffentlichung 31.07.2015
Laufzeit 90:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Als seinerzeit "Transporter" in die Kinos kam, war ich hin und weg von Jason Stathams Art und Weise die bsen Jungs zu verknppeln, was sich in vielen weiteren Werken als beste Einnahmequelle des englischen Schauspielers und ehemaligen Turmspringers erwies, der sein Workout mit einem Ex-Navy SEAL bestreitet. Seither absolviert "Stath" diese Auftritte in schner Regelmigkeit, was aber auch mal mehr, mal weniger fr Verzckung sorgt. Regisseur Simon West arbeitete bereits in "The Mechanik" und "The Expendables 2" mit Statham zusammen, und besetzt ihn nun als Hauptrolle im hier vorliegenden "Wild Card". Es handelt sich dabei um ein Remake des 80er Jahre Flicks "Heat - Nick der Killer", in dem Burt Reynolds schon 1:1 die gleichen Pfade beschritt, was auf die Romanvorlage von William Goldman zurckzufhren ist, auf dem auch das Drehbuch zum Reynolds-Werk, ebenso wie diesem Streifen hier basiert. Aus Nick Escalante wird Nick Wild, der sich in der Glitzerstadt Las Vegas als Schlger und Bodyguard verdingt, wenn er nicht gerade seine Kohle verzockt. Um wieder etwas Kleingeld in die Kasse zu splen spielt er Kindermdchen fr einen Millionr, whrend er gleichzeitig eine alte Freundin rchen will, die vergewaltigt wurde. Dabei legt er sich mit Unterweltgre Danny DeMarco an und seinen Mannen an.

Sind wir mal ehrlich. Schon Reynolds Variante des Stoffes ging seinerzeit grandios baden, und obgleich West durchaus actionreiche Stoffe zu inszenieren wei, begeht er die Fehler des Originals in Reihe ein weiteres Mal. Das soll nicht heien, dass "Wild Card" ein schlechter Film geworden ist! Ich persnlich fand (sicher als einer der einzigen) schon "Heat - Nick der Killer" damals unterhaltsam, allerdings ist dieser, als auch "Wild Card" schlicht eine ganz unrunde Geschichte. Nicks Spieler- und Loserdasein wird nicht eingehend genug behandelt, die Babysitterstory mit dem Millionr pltschert mit hinein, und eine wirkliche Rachehandlung um Nicks Freundin Holly wird auch nicht genug beachtet. Man hat das Gefhl als luft das alles nebenher ab, und damit Statham auch noch eine Rechtfertigung in dem Ganzen hat, darf er dann in drei Szenen auch mal die Fuste kreisen lassen, und dem mafisen Pbel zeigen, wo der Kieferchirurg als nchstes reinschauen wird. Die Inszenierung ist zweckdienlich, so wie alles andere auch. Die greren Namen wie Stanley Tucci, Anne Heche, Sofia Vergara und Jason Alexander gehen in kurzen Nebenauftritten unter, und insgesamt whnt man sich lediglich unterhalten.

Wenn "Wild Card" nie mehr sein wollte, dann hat West sich damit ein Denkmal der Durchschnittlichkeit gesetzt. Reynolds hatte irgendwie eine spitzbbigere Art, und passte etwas besser in die Rolle des Nick, wie aber schon angemerkt, nehmen sich die beiden Filmchen nichts, und man verpasst auch nichts, wenn man sie verpasst hat. Bleibt zu hoffen, dass Jason Statham nicht den Weg des Burt Reynolds geht, und so nach und nach in der Versenkung der unwichtigen Filme verloren geht. Ob Simon West jemals wieder zu solchen Strken wie "Con Air" oder "Wehrlos - Die Tochter des Generals" zurckfinden wird, bezweifle ich obendrein zunehmend. Technisch prsentiert sich die Blu-ray auf wirklich gutem Niveau, was Bild und Ton angeht, im Bonusbereich gibt es noch einige Interviews und Fearturettes, neben der obligatorischen Programmvorschau.
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