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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Dead Rising  Watchtower (Blu-ray)
Band FILM
Titel Dead Rising Watchtower (Blu-ray)
Label/Vertrieb Polyband/WVG
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Veröffentlichung 31.07.2015
Laufzeit 118:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Spieleverfilmungen begleiten uns bereits eine recht lange Zeit, wobei die meisten davon eher in die Hose gingen, oder maximal fr Trashfans ein Fest waren. Filmische Denkmler wie "Street Fighter" prsentierten uns Kylie Minoque als Martial Arts Fighterin, "Mortal Kombat" lie gar Christopher Lambert den Donnergott "Raiden" mimen, Uwe Boll "schenkte" uns "House of the Dead" und "Far Cry". Aber auch die recht beliebte "Resident Evil" Reihe wabert in regelmssigen Abstnden ber die Leinwnde unserer Lichtspielhuser, Gruselschocker "Silent Hill" erfuhr zwei Verfilmungen und mittlerweile wurde mit "Battleship" sogar "Schiffe versenken" durchaus unterhaltsam verfilmt. Nun schickt sich eine weitere Spielereihe an, unsere heimischen Bildschirme zu erobern: "Dead Rising". Teil 1 der Zombiehatz ist bei uns schon seit geraumer Zeit beschlagnahmt, Teil 2 zog dem gleich, und Teil 3 landete unlngst auf Liste B der Bundesprfstelle fr jugendgefhrdende Medien, was jederzeit zur Beschlagnahme fhren kann. Das interessiert in den USA natrlich wenig, und daher schickte sich Regisseur Zach Lipovski an, fr den Webservice Crackle den Streifen "Dead Rising: Watchtower" zu drehen. Die Geschichte ist zwischen Teil 2 und 3 der Spiele angesiedelt, was aber spielophobe Zuschauer getrost missachten drfen. In einer Kleinstadt in Oregon geht das Zombievirus um. Onlinereporter Chase und seine Kamerafrau Jordan sind dort, um live zu berichten. Das Antivirus Zombrex funktioniert allerdings nicht mehr, und just wird alles militrisch abgeriegelt, und der Kampf ums nackte berleben beginnt. Allerdings sind nicht nur die Zombies das Problem von Chase und seinen Verbndeten wider Willen, sondern auch eine irre Motorradgang und das besagte Militr, das noch andere Beweggrnde zu haben scheint, als die Untotenepidemie einzudmmen.

Wie bei einem thematisch derart angelegten Streifen klar sein drfte, wird hier kein Wert auf groe Charakterentwicklung gelegt, und die Geschichte ist schlicht und ntzlich. Regisseur Lipovski legte mit seinen beiden Vorgngern "Leprechaun: Origins" und "Tasmanian Devils" jetzt auch nicht wirklich strahlende Beispiele der Filmkunst hin. Diese Punkte, und die Tatsache, dass Spieleverfilmungen nur allzu oft in die Hose gingen, lassen einen nicht gerade mit Zuversicht an das Werk herangehen. Aber zu Unrecht, wie ich schnell erfahren durfte! "Dead Rising: Watchtower" kokettiert mit vielen Bestandteilen der Spiele, und man merkt, dass man sich mit den Vorlagen auseinandergesetzt hat. Selbst gebastelte Waffen, Figuren aus den Games, das Zombrex, Kleidungswechsel, viele Dinge wurden hier aufgenommen und adquat ins Geschehen eingebaut. In Anbetracht des hohen Gewaltgrades der "Dead Rising" Spiele wurde hier ganz klar enorm viel weggelassen, was aber nicht bedeutet, dass hier Kindergarten vorherrscht. Die rote Suppe darf ordentlich spritzen, wenngleich es eher CGI-lastig denn handmade wird. Das ist einerseits schade, da es keine Fressorgien mit Gedrmehappenings gibt, andererseits funktioniert der Film auch so ziemlich gut, und es wirkt nicht gnzlich weichgesplt. Zwar gibt es hin und wieder ein klein wenig Leerlauf whrend der knapp zweistndigen Spieldauer, aber man kann nun einmal nicht alles haben. Darstellerisch kann Lipovski dafr wiederum auf eine durchaus nicht untalentierte Truppe zurckgreifen. Jesse Metcalfe schlpft in die Hauptrolle des Chase, Virginia Madsen ist an Bord, Meghan Ory kennt man durch diverse TV-Serien, ebenso wie Keegan Connor Tracy. Auf Seiten des Militrs ist "24"-Inventar Dennis Haysbert zu sehen, whrend Bob Riggle uns als TV-Moderator Frank West mit zynischen Kommentaren auf die Nerven gehen darf. Natrlich wirkt "Dead Rising: Watchtower" wie ein Versatzstck aus diversen Zombiefilmen, allerdings ist das im Regelfall bei fast jedem Streifen dieser Gangart so, und dahingehend absolut kein Manko. Wer also Fan der Spiele ist, oder auch sonst den fauligen Gesellen nicht gnzlich abgeneigt sein sollte, der drfte sich in diesem Falle gut unterhalten fhlen. Qualitativ kann man bei der blauen Scheibe sowohl in Bild- als auch Tonqualitt nicht meckern, alles auf hohem Niveau.
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