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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Stingray - Die Hölle auf vier Rädern
Band FILM
Titel Stingray - Die Hölle auf vier Rädern
Label/Vertrieb Ascor Elite Home Entertainment
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Veröffentlichung 21.04.2015
Laufzeit 85:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Im US-Kino der 70er Jahre dominierte mitunter ganz klar ein Protagonist in diversen Werken, mit mehr oder weniger hoher Qualität: Das Auto! PS-starke Karren, coole Typen, rasante Verfolgungen und hinterherhechelnde Bösewichte. Namen wie "Cannonball", "Ein ausgekochtes Schlitzohr", "Auf dem Highway ist die Hölle los" sind auch heute noch jedem Filmfan ein Begriff, doch auch weniger humoristische Werke wie "Bullit", "Driver" oder "Gateway" hatten hochgezüchtete Blechboliden in den Hauptrollen. Aus just dieser Zeit stammt auch Richard Taylors Werk "Stingray - Die Hölle auf vier Rädern". Taylor trat ansonsten nicht mehr groß mit seinem Können als Regisseur an, und man darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass "Stingray" aus dem Jahr 1978 sein bedeutsamstes Werk darstellt. Die Handlung passt natürlich auch hier auf einen Bierdeckel. Ganoven packen Drogen und Geld in den Kofferraum einer Corvette Stingray, welche bei einem Autohändler steht. Als diese die Beute wieder abholen wollen, sehen sie den Wagen gerade noch mit seinen zwei neuen Besitzern davonbrausen. Fortan haben Al und Elmo nicht nur einen spitzenmässiges neues Auto, sondern auch ein bewaffnetes Gefolge aus Cops und Gangstern im Schlepptau, und die Jagd kann beginnen. Wer derartige Filme aus dieser Zeit kennt, weiß im Grunde genau, was ihn hier erwartet. Coole und schnoddrige Sprüche, schnelle Karren, mitunter weniger hochtrabende darstellerische Leistungen. Was eben jene angeht, gibt es hier außer Chris Mitchum auch keinerlei bekannten Gesichter, und der war auch eher auf Filme abonniert, welche die wenigsten kennen dürften. Allerdings geht es trotz der eher komödiantisch angelegten Geschichte teilweise durchaus auch etwas härter zur Sache, und so manch flapsiger Satz endet mit einer Kugel in der Birne. Somit ist "Stingray - Die Hölle auf vier Rädern" auch irgendwo ein Novum unter diesen Filmen, da es in der Regel entweder ernst oder witzig von Statten ging. Wo Burt Reynolds noch aufs Gas trat, fliegt hier halt gerne mal eine Kugel durch die Luft. Wer bei diesen PS-triefenden Filmen noch immer feuchte Augen kriegt, der wird auch diesmal nicht enttäuscht werden, und kann sich ein Näschen Spritgeruch holen. Was die Bildqualität angeht kann man bei diesem Streifen freilich keine HD-Momente erwarten! Da es ihn weltweit anscheinend allerdings nicht auf Scheibe zu geben scheint, ist das Bild jedoch durchaus noch vertretbar, auch wenn es etwas blass und farblos daherkommt. Der Ton liegt lediglich in DD 2.0 vor, und im Bonusbereich finden sich noch einige pdf's alter Aushangfotos aus jener Zeit, als "Stingray - Die Hölle auf vier Rädern" noch in den Lichtspielhäusern weilte.
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