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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - The Immigrant (Blu-ray)
Band FILM
Titel The Immigrant (Blu-ray)
Label/Vertrieb Universum Film GmbH
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Veröffentlichung 30.01.2015
Laufzeit 117:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 11 von 15 Punkten
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James Grey ist nicht gerade ein Regisseur mit groem Output und einer langen Liste an Arbeiten. Gerade mal seinen fnften Film lieferte er in einem Zeitraum von knapp 20 Jahren mit "The Immigrant" ab. Trotz allem haben seine Filme einige Gemeinsamkeiten, an die sich Grey stets strikt hlt. Dreh- und Angelpunkt seiner Geschichten ist New York, und er durfte jeweils auf eine groartige Darstellerriege zurckgreifen. Leute wie Tim Roth, Charlize Theron, Robert Duvall, Elias Koteas, Mark Wahlberg, Isabella Rossellini drehten mit ihm, und auch Joaquin Phoenix. Dieser steht fr The Immigrant erneut fr Grey vor der Kamera, und mimt hier den zwielichtigen Leiter einer Burlesque-Truppe. Er ist es auch, der die junge Ewa unter seine Fittiche nimmt, als diese kurz vor der Abschiebung zurck nach Polen steht. Ihre Schwester wurde kurz nach der Einreise im New York der 1920er Jahre unter Quarantne gestellt, und Bruno ist ihre letzte Hoffnung. Sie lernt ebenso dessen Cousin, den Magier Orlando kennen. Dieser verliebt sich in Ewa, jedoch will Bruno seine neue Errungenschaft nicht freiwillig wieder loswerden. Orlando scheint zudem Ewas einzige Hoffnung auf eine Zukunft in Amerika, und Hilfe aus den Fngen von Bruno zu entkommen, der sie einerseits in die Prostitution treiben will, andererseits aber doch auch Zuneigung fr Sie empfindet. Das ist die Geschichte von "The Immigrant", und sie wird ber die gesamte Laufzeit von knapp zwei Stunden erzhlt. Allerdings wrden die hier agierenden Schauspieler wie Phoenix, Jeremy Renner und Marion Cotillard nicht fr Grey spielen, wenn dieser nicht etwas mehr zu bieten htte! Phoenix arbeitet sogar bereits das vierte Mal mit ihm zusammen, und das will schon etwas heien. Wie bereits in seinen bisherigen Werken "Two Lovers" (2008), "Helden der Nacht" (2007), "The Yards" (2000) und "Little Odessa" (1994) steht eine ruhige Atmosphre im Mittelpunkt. Langsame Erzhlweise, die Personen drfen sich voll und ganz entfalten. Mit viel Einfhlungsvermgen inszeniert Grey seine Geschichte, und blttert sie ganz langsam vor dem Zuschauer auf. Die Gefhlswelt der Figuren liegt einem zu Fen, und es liegt am Zuschauer, sich an der Art der Inszenierung zu erfreuen, oder die Erzhlweise als unntig abzutun. Ihr briges tut hierbei natrlich eine gekonnte Kameraarbeit und die realistische Ausstattung der damaligen Zeiten. Ich fr meinen Teil mag seine drei ersten Werke thematisch einfach mehr, aber auch mit "The Immigrant" hat James Grey erneut bewiesen, dass man mit leisen Tnen einen guten Film hervorzaubern kann, mit dem man in der Form heute vielleicht gar nicht mehr rechnet. Bild und Tonqualitt der Blu-ray befinden sich auf gutem Niveau, whrend es im Bonusbereich leider lediglich die bliche Programmvorschau zu sehen gibt.
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