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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Die Schöne und das Biest (Blu-ray)
Band FILM
Titel Die Schöne und das Biest (Blu-ray)
Label/Vertrieb Concorde Video DVD
Homepage www.schoeneundbiest-film.de/
Veröffentlichung 13.11.2014
Laufzeit 114:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Die Geschichte des Märchens La Belle et la Bete geht wahrlich weit zurück. Wie, kennt man nicht? Doch, denn es handelt sich dabei um Die Schöne und das Biest, welches um 1740 erstmals in einer Version von Gabrielle-Suzanne de Villeneuve veröffentlicht wurde, und seither in vielen Filmen, zwei TV-Serien und der weltbekannten Trickfilmfassung von Disney über die Bildschirme flimmerte. Nun nahm sich der französische Regisseur Christophe Gans (Crying Freeman, Pakt der Wölfe, Silent Hill) des Stoffes an, und erzählt die Geschichte der schönen Belle und des schrecklichen Biests erneut. Belles Vater ist Kaufmann, und verliert Hab und Gut, so dass die Familie fortan auf dem Land hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten muss. Eines Tages verschlägt es ihn auf einer Reise in ein verwunschenes Schloss, in dem er nächtigt. Am nächsten Tag pflückt er für Belle eine rote Rose, woraufhin ihn der Schlossherr, in Form der Bestie, zum Tode verurteilt. Er darf die Rose jedoch zu Belle bringen, und diese geht an seines statt in das Schloß zurück. Der Rest ist Geschichte. Mehr muss man zur Handlung des Märchens selbst sicher nicht mehr sagen. Gans hielt sich ziemlich adäquat an die Vorlage, rückt dadurch allerdings auch etwas weg vom Kinderfilm, den man mit dem Titel durch Disneys Streifen klar vor Augen hat. Natürlich ist Die Schöne und das Biest in Gans? Version nach wie vor ein opulent ausgestattetes Märchen mit wunderschönen Bildern, aber es richtet sich in seiner Form eher an ein erwachseneres Publikum, trotz der niedrigen Freigabe, die das Cover ziert. Darstellerisch hat er mit Vincent Cassel und Lèa Seydoux zwei fähige Hauptakteure gefunden, und es tauchen mit Yvonne Catterfeld und Mickey Hart auch noch zwei aus dem TV bekannte Gesichter auf. Bei der ganzen schicken Optik und bombastischen Inszenierung fällt allerdings auf, dass man auf die Charaktere selbst etwas zu wenig Augenmerk legte. Man hat das Gefühl, als bleiben die Figuren am Ende dann doch zu blass, und somit plätschert die Geschichte insgesamt etwas zuviel vor sich hin. Was bleibt ist dennoch ein sehenswerter Film, der einmal mehr Christophe Gans? Hang zu visueller Perfektion verdeutlicht, der aber mehr Drive gebraucht hätte, um noch interessanter zu wirken. Technisch überzeugt die Blu-ray mit guter Bild- und Tonqualität, die Erstauflage wird im Schuber ausgeliefert.
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