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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Joe - Die Rache ist sein
Band FILM
Titel Joe - Die Rache ist sein
Label/Vertrieb Koch Media GmbH DVD
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Veröffentlichung 23.10.2014
Laufzeit 113:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Nachdem "Mr. Overacting" Nicolas Cage erst krzlich einen Ausflug ins Vigilante-Subgenre unternommen hat, mit seiner Hauptrolle in "Tokarev", steht nun "Joe - Die Rache ist sein" ins Haus. Wer hier allerdings erneut einen auf Rache sinnenden Cage sehen mchte, der sei vorab gewarnt! Der deutsche Titelzusatz "Die Rache ist sein" verflscht den Eindruck des gesamten Films, denn thematisch ist dieses Werk vllig anders geartet. Die Geschichte dreht sich um Joe, der bereits im Knast sa, ziemlich oft einen ber den Durst kippt, und seine Freizeit gerne mit Nutten verbringt. Kurz: Das Leben hat es nicht unbedingt gut mit ihm gemeint, also macht er mit seinem kleinen Forstbetrieb das Beste daraus. Eines Tages begegnet er dem jungen Gary, der ihn um einen Job bittet. Garys Familie ist vllig kaputt, sein Vater suft und misshandelt ihn, also nimmt Joe ihn unter seine Fittiche, und mchte ihm eine Chance auf ein normales Leben ermglichen. Mit Garys Vater im Hintergrund und den rauen Lebensbedingungen im amerikanischen Hinterland, ist dies jedoch alles andere als eine leichte Aufgabe. Regisseur David Gordon Greene nahm sich mit seinem Film einer literarischen Vorlage von Autor Larry Brown an. Nach "Auge um Auge" und "Winter's Bone" ist die amerikanische White Trash Unterschicht nun zwar kein neues Thema mehr, aber es gelingt Greene diese rmlichen und harten Verhltnisse durchaus adquat einzufangen. Dstere Grundstimmung, dreckige und bedrohliche Atmosphre, fhige Darsteller! Damit kann Greene punkten, und das obwohl, oder vielleicht gerade weil, Nicolas Cage an Bord ist. Dieser verzichtet hier auf sein frchterliches Grimassenschneiden, und zeigt sich von seiner besten Seite. Neben ihm brilliert Tye Sheridan als Gary, der bereits in "Mud" zeigte, dass enormes Potential in ihm steckt. Die restlichen Darsteller sind ebenso allesamt voll in ihrem Metier, wobei ganz klar Gary Poulter hervorzuheben ist, der den Vater des Jungen verkrpert. Poulter war ein seltener Glcksgriff von Greene, da dieser kein Schauspieler war, sondern ein echter Obdachloser, der leider auch noch vor Verffentlichung von "Joe - Die Rache ist sein" tot aufgefunden wurde. Wer mit den beiden oben genannten Werken thematisch etwas anfangen konnte, der drfte sich auch hier angesprochen fhlen. Wer wei ob Cage jemals wieder eine solch gute Performance abliefern wird, und wenn dann noch der Rest etwas taugt, kann man durchaus von einem gelungenen Film sprechen. Neben den blichen Trailern befinden sich im Bonusbereich noch ein Audiokommentar, ein Making-Of, Deleted Scenes und ein Bericht zur Entstehungsgeschichte des Films.
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