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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Blood Ties
Band FILM
Titel Blood Ties
Label/Vertrieb Koch Media
Homepage www.kochmedia.com
Veröffentlichung 25.09.2014
Laufzeit 122:00 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Ich muss vorweg zugeben, dass ich ein ausgesprochener Fan von Clive Owen bin. Warum? Nun, ich bin der Meinung, dass er ein unglaublich wandlungsfhiger Schauspieler ist und jedem Genre seinen ganz persnlichen Stempel aufdrcken kann, so wie es nur wenige Darsteller vermgen. Aktuell fllt mir da als Vergleich nur Ryan Gosling ein, den ich ebenso schtze. Aber zurck zu Clive Owen, egal ob in Action Filmen wie "Shoot Em Up" oder "Killer Elite", einem Gangsterfilm wie "Inside Man" oder gefhlsbetonteren Dramen wie etwa "Hautnah" oder "Words & Pictures" machte dieser immer eine ausgesprochene gute und glaubhafte Figur. So auch in diesem Streifen, in dem Clive Owen den gerade aus der Haft entlassenen Mrder Chris spielt, der bei seinem Bruder Frank (Billy Crudup), einem Cop, unterkommt. Die beiden haben aufgrund ihrer verschiedenen Charakterzge und Einstellungen keinen guten Draht zueinander, doch aus Liebe zu ihrem todkranken Vater (Ikone James Caan) raufen sie sich vorerst zusammen. Die Geschichte nimmt unglaublich an Fahrt auf, als sich Frank in die farbige Frau eines Kriminellen verliebt, den er verhaftet und in den Knast gebracht hat und Chris wieder in alte Gewohnheiten, sprich das Begehen von brutalen Raubberfllen verfllt. Jetzt wird sich entscheiden was die Bruderliebe wert ist, denn eine wahnsinnig interessante und spannende Spirale der Gewalt wurde in Gang gesetzt. Der Film spielt in New York der siebziger Jahre, als Rassenhass und gute Musik in den USA noch Gang und Gebe waren. Dementsprechend heikel ist die Liebesbeziehung zwischen Frank und seiner Angebeteten. Das Lebensgefhl, die Autos, die Klamotten und die Musik werden hier sehr authentisch dargestellt, so erinnert eine Verfolgungsjagd an die Kultserie "Die Straen Von San Francisco". Die Actionszenen sind zwar nicht sehr reichhaltig, doch einige Shoot-Outs sind sehr brutal und blutig. So stockt dem Zuschauer frmlich der Atem, als ein etwa 13-jhriger Junge in das Visier von Chris gert. Trotz einiger heftiger Szenen handelt es sich bei "Blood Ties" um einen insgesamt eher ruhigen Film, der viel Zeit fr das Zeichnen der Charaktere und die Familiengeschichte aufbringt, jedoch dadurch nicht einen Hauch an Spannung verliert. Dafr sorgt auch der bis in die Nebenrollen hochkartig besetzte Cast, bei dem vor allem Co-Star Billy Crudup ("Almost Famous" oder "Big Fish") als innerlich zerrissener Cop hervorsticht. "Blood Ties" fesselte mich jedenfalls von Anfang bis zum grandiosen Ende. Dieses macht deutlich, dass nicht jedes Happy End auch gleichzeitig ein gutes Ende bedeuten muss. Ein grandioses Gangster-Familien-Drama, dass ich nur empfehlen kann!
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