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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Dunkle Visionen - The Wyvern Mystery
Band FILM
Titel Dunkle Visionen - The Wyvern Mystery
Label/Vertrieb 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
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Veröffentlichung 28.05.2014
Laufzeit 96:00 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 4 von 15 Punkten
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Der Film "Dunkle Visionen - The Wyvern Mystery" ist eine englische BBC-Produktion und stammt ursprnglich aus dem Jahre 2000. Die Story basiert dabei auf einer Novelle des bekannten irischen Gruselautoren Joseph T. Sheridan Le Fanu, der die Geschichte der dunklen Visionen auf dem Gut Wyvern bereits 1869 niedergeschrieben hat. So bekannt und berhmt der Autor fr seine Gruseleien ist, der Streifen selbst kann hier so gar nicht mithalten.
Zwar sind die Hauptdarsteller namhaft und heute weitestgehend bekannt aus groen Produktionen wie "Game Of Thrones" (Iain Glen), "Fluch der Karibik" (Jack Davenport) oder "Mulholland Drive" (Naomi Watts). Jedoch entwickelt sich die Story nur sehr kleckerweise und bleibt weitestgehend langweilig. Zudem erschweren manche Zeitsprnge, der ganzen Sache folgen zu knnen. Bis berhaupt etwas passiert, dauert es auch einfach unglaublich lange. Es vergeht eine ganze Dreiviertelstunde, bis man an einem Punkt anlangt, wo man endlich glaubt, verstanden zu haben, worum es in diesem Streifen eigentlich geht. Eine Dreiviertelstunde voller Langeweile und zusammenhangslosen Abschnitten, die wenig bis kaum Lust auf mehr machen. Der kurze informative Ausbruch lst aber weniger die aufgekommenen Fragen, sondern wirft vielmehr neue Ungereimtheiten auf, die die Geschichte immer drger werden lassen. Und urpltzlich findet man sich fnf Jahre spter bei der Maisernte wieder, alle scheinen glcklich und zufrieden, bis alte Wunden wieder aufgerissen werden. Dass es bei diesen alten Wunden um nicht weniger als Mord, Intrigen und einem verschwundenem Kind geht, verblfft bei all der guten Laune, die die Darsteller pltzlich versprhen. Schlielich endet die gesamte Story recht unansehnlich und in einem miesen Finale mit vorhersehbarem Happy End.
Zum schlechten Plot gesellen sich dann auch wie bestellt die Kamera und der Schnitt, welche oftmals schwer den Eindruck einer B-Movie-TV-Produktion hinterlassen. Die Schnitte sind teilweise so hart, dass man sich ab einem gewissen Punkt, wo man sich daran gewhnt hat, belustigt fhlt vom erneuten Sprung in den Zeiten oder Rumlichkeiten, die aufeinander abgestimmt sind, wie Speck und Marmelade. Hlzerne Dialoge lassen den Film schlussendlich noch trockener und trister wirken. Die spannenden Szenen kndigen sich generell mit einem groen Gartenzaun an. Pltzliche Wendungen, sofern es sie denn gibt, sind so vorhersehbar wie die Stripperin zum Junggesellenabschied. Zum Schluss dann noch die Kernaussage der Hauptdarstellerin, die dieses Trauerspiel auf den Punkt bringt: "Als Hexe wird man nicht geboren, man wird dazu gemacht!" Alles klar?
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