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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EYEVORY - A Symphonic Night Of Prog Rock
Band EYEVORY
Titel A Symphonic Night Of Prog Rock
Label/Vertrieb Artist Station/Soulfood
Homepage www.eyevorymusic.com
Veröffentlichung 25.07.2014
Laufzeit 100:00 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Wow, an Selbstbewutsein scheint es der Prog-Band Eyevory aus Bremen nicht zu mangeln. Nach nur einem Studioalbum schon eine Live-DVD rauszuhauen, dazu noch mit Sinfonieorchester, das zeugt von "Cojones"! Kurz vor offiziellem Release von "Euphobia" im Mrz 2013 enterten die vier Musiker die Kesselhalle in Bremen, das ist wohl die Haupthalle vom bekannten Schlachthof. Offensichtlich war es ein Herzenswunsch der Band, ihren Freunden und Anhngern eine symphonische Nacht des Prog Rock zu prsentieren. So wird es jedenfalls in der etwa 20-mintigen Doku und diversen Ansagen beim Konzert dargestellt. Logischerweise spielten sie ihr zu diesem Zeitpunkt nagelneues Album komplett sowie Material ihrer 2012 erschienenen EP "The True Bequest". Ich kannte die Band bis dato nicht und ging deshalb vllig ohne Vorurteile an die Sache ran. Fr alle, denen es jetzt ebenso geht sei gesagt, dass sich Bassfrau Jana Frank den Leadgesang mit Kaja Fischer teilt, die auch Querflte spielt. Gitarre und Schlagzeug werden von Kerlen bedient. Wie ich auf der Bandhomepage erfuhr, ist der damalige Drummer Sascha B. Suso mittlerweile schon nicht mehr Mitglied von Eyevory. Schade, denn der hatte sichtlich Spa! Rein musikalisch wird sehr melodischer Progrock gespielt, der jedoch auch Folk, Pop und Elemente aus der Klassik aufweist. Die omniprsente Querflte bietet natrlich den Vergleich zu den softeren Jethro Tull an, halt nur mit weiblichen Vocals. Die Musik gefllt mir dabei auch ausgesprochen gut, sie ist eingngig, rockig und einfach gut arrangiert. Und, jetzt komme ich wieder auf diese DVD zurck, sie pat hervorragend im Einklang mit einem klassischen Sinfonieorchester! Doch wie es mit jungen Bands so oft der Fall ist, scheitern Eyevory meines Erachtens nach an ihren groen Trumen. In Sachen Bhnenprsenz, Ausstrahlung und vor allem dem Gesang fehlt es einfach an Erfahrung. Sicherlich mag es sympathisch sein, dass die beiden Frontdamen sich nicht extra aufgebrezelt haben, aber etwas mehr als Jeansrock und Shirt bzw. Top htte es schon sein drfen fr diesen Abend. David Merz spielt dazu wirklich einen tollen Sound auf seiner Gitarre und filigrante Solos, schaut jedoch aus der Wsche, als wrde er zum Schafott gefhrt. Trotzdem war die Stimmung unter den zahlreich erschienenen Gsten gut, genau wie das schne Licht. Ich mag mich trotzdem nicht daran gewhnen, dass von jngeren Zuhrern bei den ruhigeren Stcken die beleuchteten Handydisplays als Feuerzeugersatz herhalten. Aber vielleicht waren es auch allesamt Nichtraucher im Saal. Scherz. Am meisten strt mich jedoch wie gesagt die Stimme von Jana Frank, die zudem nicht jeden Ton traf. Aber immer, wenn sie mit ihrer Kollegin Kaja zusammen singt, ist es okay. Vielleicht sollte die Band in Zukunft doch ber eine Vernderung hinsichtlich der Vocals nachdenken. Fr alle Anwesenden sicherlich eine schne Erinnerung, fr einen Karrierekick jedoch nicht geeignet. Aber einen dicken Extrapunkt fr den Mut einer jungen Band so etwas aufzuziehen und die schne Musik.
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