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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Die Brücke - Transit in den Tod - Staffel 2
Band FILM
Titel Die Brücke - Transit in den Tod - Staffel 2
Label/Vertrieb Edel
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Veröffentlichung 09.05.2014
Laufzeit 565 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Ich hätte nicht gedacht, dass von der ungewöhnlichen skandinavischen Krimiserie "Die Brücke" eine zweite Staffel auf fünf DVDs erscheint! Aber das Teil war wohl ein großer Erfolg, also musste man sich wieder eine Geschichte ausdenken, bei der die Brücke welche Dänemark und Schweden über das Meer verbindet wieder mitspielt. Das ist zwar konstruiert aber legitim.
Dieses Mal kracht ein führerloses Frachtschiff an die besagte Öresundbrücke und hat junge, bewusstlose Twens aus Dänemark und Schweden an Bord die wenig später an aggressiven Lungenpestbakterien sterben. Im Internet melden sich mit aufwendigen Tiermasken vermummte Ökoterroristen und planen schon neue Anschläge bei denen kurze Zeit später wahllos Menschen durch vergiftetes Obst sterben.
Doch vorher nehmen circa 1 Jahr nach dem ersten Fall die beiden Kommissare Saga Norén (Sofia Helin)- Schweden und Martin Rohde (Kim Bodnia)- Dänemark den Fall gemeinsam auf und ermittlen.
Saga Norén versucht nun emotionaler und menschlicher zu wirken, hat aber immer noch genügend menschliche Probleme und wirkt oft wie Data bei "Star Trek". Sie wohnt in der Zwischenzeit mit ihrem Freund zusammen und versucht eine normale Beziehung zu führen. Ihr Verstand und ihre Auffassunsgabe als Polizistin sind immer noch messerscharf. Martin Rohde ist wegen dem Mord an seinem Sohn (Staffel 1) in psychologischer Behandlung und bei seiner Familie ausgezogen und tritt auch im Dienst kürzer. Das ist nun seine Chance! Er versucht auch den Mörder seines Kindes zu treffen den er ins Gefängnis brachte um diesen ein Schuldeingeständnis oder ähnliches abzuringen.
Trotzalledem ist er wieder Sagas Mentor in Sachen Menschlichkeit und gibt ihr Tipps wo er nur kann.
Neue Kollegen und eine verzwickter, langsam aber spannend sich entfaltender Fall halten den Zuschauer permanent bei der Stange und die Nebenfiguren und Verdächtigen werden wie bei "24" nur ohne Echtzeit eingeführt und deren Handlung läuft parallel zu den Polizisten. Mit der Zeit weiß man erst warum der eine oder die andere "im Bild" sind, aber hier wird nicht direkt alles verraten!
Nur ein Fall und Folgen die gut 100 Minuten dauern könnte langweilig sein, nicht doch bei der "Brücke"! Die bewusste Farbentleerung, die graue Großstadt und diese Tristesse und Dunkelheit haben auch ihren Reiz auf den Zuschauer.
Am Ende ist jedoch nicht alles aufgeklärt und es schreit auch vieles nach einer Fortsetzung. Ich war zwar von der einen oder anderen Wendung etwas enttäuscht und auch das die finale Auflösung fehlt, aber wenn es 2015 weiter geht bin ich besänftigt!
Als Extra gibt es Interviews mit einigen Darstellern, wobei die großartige Sofia Helin kurioserweise am wenigsten zu Wort kommt und in "echt" ganz anders ist. Das zeigt nur wie gut und glaubhaft sie hier eine Polizistin mit zwischenmenschlichen Problemen spielt.
Bitte mehr davon!
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