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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

V.A. - Giants Of Grind II
Band V.A.
Titel Giants Of Grind II
Label/Vertrieb Power it up
Homepage www.power-it-up.de
Veröffentlichung 19.05.2006
Laufzeit 67:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 2 von 15 Punkten
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"Giants of Grind" die zweite. Hat mir bereits die erste DVD schon nicht so dolle gefallen, so wurde das mit Teil 2 nicht unbedingt besser. Zunchst einmal muss ich auch sagen, dass keine der Bands in meinen Augen ein "Giant of Grind" ist. Diesen Titel haben, meiner Meinung nach Nasum (R.I.P.), Rotten Sound, Leng Tch'e, Pig Destroyer und eine handvoll andere Bands verdient. ber die Hlfte der hier vertretenen Bands waren mir bis dato vllig unbekannt, was im Nachhinein auch nicht weiter wild war, konnte doch keine so richtig berzeugen.
Die Aufmachung ist relativ schlicht gehalten, whrend das Men noch ziemlich nett gemacht ist. Jede der 10 Bands ist mit 2-5 Songs vertreten, was meist auch reicht.
Bei Antigama fragt man sich zunchst, ob berhaupt Zuschauer anwesend waren, so leer und leise wirkte es vor der Bhne. berzeugen konnten die Herren mich jedenfalls nicht. Zu lahmarschig wirkte die Bhnenshow, zu austauschbar die Musik. Zwar souvern und teils auch durch psychotisch-langsame Parts aufgelockert, aber nicht wirklich berauschend.
Bei Total Mass Confusion sah die Sache schon anders aus. Hier wurde mehr Wert auf Bewegung, aber im Gegenzug dafr auf noch mehr Langeweile im Songwriting gelegt. Alles schon mal gehrt. Punkiger 08/15 Grind... wer's braucht. Erwhnenswert wre noch DJ Bobo am Schlagzeug.
Third Degree machten erst einen langweiligen Eindruck auf mich, bis sie den zweiten Song meshuggahesk ausklingen lieen. Msste man sich vielleicht mehr von anhren.
Mastic Scum hatte ich irgendwie als eine vllig belanglose Death/Thrash/Grind/irgendwas-Band in Erinnerung und mein Gehirn hatte mich nicht im Stich gelassen. Bis auf die Tatsache, dass der Snger selbst beim Bangen noch sang und auch ansonsten eine gute Show geliefert wurde, konnte man auch diese Band als berflssig betrachten. Da hat auch der Schluss von "My mind's mine" nichts geholfen, auch wenn er noch so stark an Machine Heads "Davidian" angelehnt war.
Dysmorfic knppelten im Anschluss alles kaputt. Objektiv betrachtet war das der absolute Schrott. So etwas unprzises hrt man heutzutage selten (es sei denn, man mag A.O.K.), doch der chaotische Lrm der Jungs sowie das berirdische Energielevel auf der Bhne wirkten sehr unterhaltsam. Viel lnger htte es trotzdem nicht dauern drfen.
Anschlieend wurde es wieder recht bieder und tight. Depression rumpelten ihren Grind stumpf like hell in die Menge (?). Der Drummer wusste zwar zu beeindrucken, doch das Riffing htte schon vor 10 Jahren keinen umgehauen. Timing-technisch konnte man der Band auch keinen Vorwurf machen, aber das war's auch schon.
Mesrine aus Kanada rotzten ihren "Naaaaaja-Core" in die Menge und die dankte es ihnen mit einem ordentlichen Pit. Die Band lebt in erster Linie von ihrem Rhythmusfundament und ihrer Bhnenaction, aber brauchen tu ich sie nicht.
Suppository knnen mir im Anschluss das erste Lcheln auf die Lippen zaubern. Ihr Grindcore ist wunderbar abwechslungsreich und kommt uerst przise daher. Der Snger hampelte herum und schnitt Grimassen, wie auch in seiner anderen Band Leng Tch'e und brillierte durch seine uerst brutale und variable Stimmgewalt. An seine zweite Band reichen Suppository zwar noch nicht ganz heran, aber was nicht ist...
Bis jetzt konnte mir noch kein Mensch erklren, was Power-Violence bitteschn fr eine Musikrichtung sein soll, aber nach den wenigen Erklrungsversuchen, schtze ich jetzt einfach mal, dass F.U.B.A.R. Power-Violence spielen. Extrem derber Krach, der vllig undifferenziert aus den Boxen scheppert und nach sptestens 20 Sekunden ganz schlimm nervt. Unhrbar! War wohl doch nicht schlimm, dass ich diese Band letztes Jahr in Wermelskirchen verpasst habe.
Warum Jigsore Terror Headliner waren (und warum F.U.B.A.R. nach Suppository gespielt haben) kann ich mir beim besten Willen nicht erklren, denn der Old-School Death / Grind der 3 Mucker ist so was von strunzlangweilig und wieder stellt sich mir die Frage: wer braucht das? Wer braucht den 1000. Aufguss irgendeiner 08/15 Rumpelkombo? Ach ja... der Drummer singt.
Ich muss noch erwhnen, dass man, whrend man sich den Live-Set reinzieht, nicht die Mglichkeit hat ins Hauptmen zu gelangen. Ganz schwerwiegender Fehler und sehr rgerlich. Das Bild ist durchgehend gestochen scharf, der Schnitt bietet keine berraschungen und der Sound kommt in Stereo daher. Alles in allem aber eine uerst verzichtbare Sache.
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