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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm (Re-Release)
Band FILM
Titel Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm (Re-Release)
Label/Vertrieb Senator Home Entertainment / Vertrieb Universum Film
Homepage www.helge-schneider.de
Veröffentlichung 11.04.2014
Laufzeit 80:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Teddy Schuh hat es nicht leicht. Als Fischverkäufer macht er nicht genug Geld, um seiner stets genervten Frau gerecht zu werden, also verdient er sich ein Zubrot als Zeitungsjunge und Mann für gewisse Stunden. Seine wahre Passion gilt jedoch der Jazzmusik. Mit der lässt sich aber, zumindest in Teddys Stadt, nicht der dicke Reibach machen. Sein großes Ziel: einmal mit der Legende Earl Mobile zu jammen.
Mit dieser Zusammenfassung habe ich quasi schon alles vorweg genommen, was in "Jazzclub", Helge Schneiders viertem Kinofilm ("Johnny Flash" mal außen vor gelassen, bei dem Schneider selbst auch keine Regie führte) passiert. Das darf nicht als spoilern verstanden werden, sind es doch erst die kleinen skurrilen Zwischenfälle und Nebencharaktere, die einen Schneider-Film aufwerten. Die eigentliche Handlung hat derweil schon immer auf einen Post-It Zettel gepasst. Ideen wie der Pflastermann, der nörgelnde, über dem Jazzclub wohnende Mann, Andreas Kunze als... Huhn, Teddys fieser Nachbar und seine Mitmusiker lassen den Film erst so richtig lebendig werden. Apropos Mitmusiker: Diese sind natürlich auch nicht irgendwelche gecasteten Hampelmänner, sondern mit Jimmy Woode und Pete York selbstredend gestandene Jazzmucker.
"Jazzclub" ist Schneiders musikalischstes Werk, und beim ersten Sichten vor vielen Jahren war es mir gar zuviel. Nun hat der Film eine Wiederveröffentlichung erfahren und ganz so wild finde ich es mittlerweile nicht mehr.
In den letzten Jahren wurden die Schneider Klassiker alle noch einmal einzeln wieder raus gebracht, lediglich dieses Werk von 2004 fehlte noch, was hiermit nun geschehen wäre. Das Bonusmaterial unterscheidet sich in einem Punkt massiv von der Erstauflage, enthält es doch neben einem (langweiligen) "Hinter den Kulissen", verpatzten Szenen, einem Interview und einigen Trailern doch ganze 50 Minuten entfernte Szenen. Schneiderfans, die die DVD noch nicht ihr Eigen nennen, sollten jetzt zuschlagen. Ob Hardcorefans mit vollständiger Sammlung wegen der Boni noch einmal zuschlagen sollen?! "Ich sagte bereits, möglich!"
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