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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ALICE COOPER - Super Duper Alice Cooper (Blu-ray)
Band ALICE COOPER
Titel Super Duper Alice Cooper (Blu-ray)
Label/Vertrieb Eagle Vision/Edel
Homepage www.alicecooper.com
Veröffentlichung 23.05.2014
Laufzeit 130:00 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Dass sich Alice Cooper im Herbst seiner beispiellosen Karriere befindet, drfte kein Geheimnis sein. Legitim deshalb jetzt, da es fr ihn wie geschnitten Brot luft, noch einmal ordentlich abzukassieren. Auerdem gnnt das dem stets freundlichen und offenen Vincent Furnier, wie Alice ja bekanntlich mit brgerlichem Namen heit wirklich jeder. Seine zahlreichen deutschen Fans knnen sich zur Zeit ebenfalls nicht beschweren, war er doch krzlich erst mit Matt Sinner und dessen Rock Meets Classic-Tro unterwegs, macht Ende Mai/Anfang Juni auf regulrer "Raise The Dead"-Tour bei uns Station und ein neues Studioalbum mit Coverversionen steht ebenfalls bald an. Da kommt zwecks Wartezeitverkrzung diese Doku mit dem hbschen Titel "Super Duper Alice Cooper" nicht ungelegen. Okay, ich gehre zu denjenigen, die grundstzlich nicht jede Verffentlichung eines Knstlers ber den grnen Klee lobt, nur weil ich die Musik grundstzlich mag. Ich fand brigens auch, dass Alice Cooper mit seiner, meiner Meinung nach berbewerteten Gitarristin Orianthi nicht so recht ins Set der Rock Meets Classic Show passte. Eine Alice Cooper Auffhrung muss man komplett sehen, drei "herausgerissene" Songs, zudem mit einem in den Hintergrund gedrngten Orchester gefielen mir (brigens genau wie dem grten Teil des anwesenden Publikums) nicht sehr gut. Auch bei dieser Doku ber Leben und Wirken des Alice Cooper kann man das ein oder andere Haar in der Suppe finden, wenn man denn unbedingt danach suchen will. Zum einen gibt es whrend des Films nichts zu erfahren, was der Fan nicht eh schon ber seinen Liebling wei. Auch sind die u.a. in Deutsch anwhlbaren Untertitel in weier Farbe geschrieben und heben sich oftmals nicht deutlich vom Bildhintergrund ab, so dass sie dann faktisch nur sehr schwer zu lesen sind. Andereseits gebe ich zu bedenken, dass es eine solch ordentliche und offizielle Doku ber Alice Cooper bis dato noch nicht gab und Fans, die der englischen Sprache nicht mchtig sind sich mit Sicherheit ber die Untertitel freuen. Wie das in Dokus wie dieser so blich ist, kommen auch Weggefhrten, Familienmitglieder und befreundete Knstler zu Wort, die natrlich kein bses Wort ber den Hauptprotagonisten verlieren. In diesem Falle sind das neben vielen anderen Iggy Pop, Dee Snider, Elton John oder Neil Smith. Selbstverstndlich kommt auch seine Alkohol-und Heroinsucht zur Sprache, ber die Alice ja bis heute noch als Warnung fr andere offen berichtet. Aus Kindheitstagen gibt es teilweise amsante Fotos zu sehen, das gefilmte Material reicht jedoch nur bis etwa 1986 heran. Logischerweise ist die Qualitt derer nicht immer die Allerbeste, allerdings wurde auch nichts nachbearbeitet, weshalb die DVD-Version meines Erachtens nach ausreichen drfte. Was mir sehr gut gefllt ist das Booklet, denn hier gibt es reichlich alte Fotos von Alice aus der Doku zu sehen. Im Bonus-Teil gibt es gelschte Szenen ungelscht (wie praktisch), rare Aufnahmen und Auszge eines Interviews, das im Rahmen der VH-1 Serie "Metal Evolution" mit Alice gefhrt wurde. Fans werden sich diese Doku mit den "Eyes Of Alice Cooper" auf dem Cover sowieso zulegen, fr andere Interessierte ist sie ein amsantes und kurzweiliges Portrait eines auergewhnlichen Musikers. Ach ja, noch ein Tip fr Sammler: es gibt fr knapp ber 30 Euronen auch ein aufwendiges 30 x 30 cm Media-Book dieser Doku zu erwerben, welches zustzlich das 1972er Montreux-Konzert auf Konzert-DVD und das 2009er Montreux-Konzert als Audio-CD beinhaltet.
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