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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - You're Next
Band FILM
Titel You're Next
Label/Vertrieb Splendid Film / WVG
Homepage www.splendid-film.de
Veröffentlichung 28.03.2014
Laufzeit 94:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Home Invasion: In kaum einem anderen Subgenre des Horrorfilms wird derart perfide und effektiv mit den ngsten der Zuschauer gespielt. Hier ist die Bedrohung weder bernatrlich noch unsichtbar, sie ist real und oft viel zu nah an unserer heutigen Wirklichkeit als wir lieb haben wollen.
Unzhlige Filme, die sich mit fremden und stets feindselig gestimmten Besuchern beschftigen, haben in den letzten Jahren den Weg ans Licht der Medienwelt gefunden, doch folgen die meisten dem sattsam bekannten, aber eben auch effektiven Grundschema. Eine mehr oder minder groe Zahl Protagonisten hlt sich im Haus auf, Antagonisten wollen ebenfalls hinein, verschaffen sich auf selten zimperliche Art und Weise Eintritt und foltern und / oder tten unsere Helden. Die Motive sind dabei nicht immer wichtig, hneln sich auch gerne mal und dienen oft nur der Legitimation, Bilder und vor allem eine Atmosphre voller Angst und Schrecken zu verbreiten. "Terrorkino" nennt man dies gerne, und im Idealfall auch zu Recht.
"You're Next" ist ein Beitrag zum Genre, der sowohl mit einer guten Grundidee, als auch einer schlssigen Lsung aufwarten kann.
Die Davisons sind eine wohlhabende Grofamilie, nur leider alles andere als ein harmonischer Haufen. Um die Blagen dennoch alle an einen Tisch zu holen, laden Mum und Dad zum Hochzeitstag-Essen ins gerumige Landhaus ein, in der Hoffnung, vielleicht doch ein wenig gute Laune verbreiten zu knnen. Sohn Crispian mitsamt neuer Flamme Erin scheinen zunchst noch die nettesten, jngeren Menschen zu sein. Der Rest luft eher unter "kratzt mich nicht, wenn sie abkratzen", was im Falle von "You're Next" nicht so schlimm ist, denn hier ist nicht alles wie es scheint. Urpltzlich liegt der erste Unsympath mit einem Pfeil im Kopf auf dem schicken Wohnzimmerteppich, und die nchsten Opfer lassen nicht lange auf sich warten. Whrend der kurzweiligen 94 Minuten fragt man sich immerzu nach dem "warum". Diese Frage wird nicht sonderlich revolutionr gelst, bietet aber Platz fr den ein oder anderen Twist. Man hat eine handvoll Leute, denen man das berleben wnscht, freut sich, wenn die Arschlcher schn asozial niedergestreckt werden und sitzt whrend des Abspanns zufrieden auffe Couch, da man endlich noch mal Zeuge eines guten Horrorfilms wurde.
Mit Schuld daran: Ein gut aufspielender Cast, ziemlich kompromisslose Gewalt (sogar bei uns unbeschadet durch die FSK gekommen; muss halt nich immer ein Close-Up sein), weniger alltgliche berraschungen (die "Guten" sind mal nicht ganz so wehr- und hilflos) und ein Score, der einem gerne mal den Puls hochschieen lsst. Empfehlung!
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