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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BRIAN MAY & KELLY ELLIS - The Candlelights Concerts (Blu-ray + CD)
Band BRIAN MAY & KELLY ELLIS
Titel The Candlelights Concerts (Blu-ray + CD)
Label/Vertrieb Eagle Vision/Edel
Homepage www.brianmay.com
Alternative URL www.kellyellis.com
Veröffentlichung 28.03.2014
Laufzeit 92:00 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Kerry Ellis drfte den Queen-Fans ein Begriff sein, denn sie ist eine renommierte britische Musical-Darstellerin (u.a. "Wicked-Die Hexen Von Oz") und spielte und sang beim Queen-Musical "We Will Rock You" in London die Rolle der Meat/Ozzy. Bei den Vorbereitungen und Proben hat sie dabei Brian May kennengelernt, den ich an dieser Stelle nicht nher vorstellen mu. Zusammen gingen die beiden erstmalig 2012 auf Tournee, um die sogenannten "Candlelight Concerts" zu spielen. Auerdem produzierte Brian ihr 2010 verffentlichtes Album "Anthems", auf dem er natrlich auch die Gitarre spielte und im Background sang. Ebenfalls engagieren sich die Beiden fr ein Charity-Projekt in Sdafrika, um Lwen und andere bedrohte Tiere zu schtzen. Hierfr schrieben sie gemeinsam den Titel "Born Free". Wieso fragt ihr euch, ist das alles wichtig fr diese Blu-ray/CD Kombi? Nun, weil in den knapp 90 Minuten Konzertfilm vom letztjhrigen Jazz-Festival (das lngst keins mehr ist) in Montreux all dies eine wichtige Rolle spielte. Mit dabei an diesem Abend am E-Piano und Keyboard war brigens ein weiterer Hochkarter, nmlich Jeff Leach, langjhriger Tour-Musiker von Kansas oder Barcley James Harvest. Soweit die Fakten, ich komme nun zum eigentlichen Konzert. Das Stravinsky-Auditorium in Montreux ist natrlich pickepacke voll. Logisch wenn eine Legende, und damit meine ich selbstverstndlich Brian May, auf der Bhne steht. Was das Publikum dann zu hren bekommt ist eine Mischung aus einigen wenigen Klassikern der Musikgeschichte (z.B. "Dust In The Wind" von Kansas), oben genanntem "Born Free", "Nothing Really Has Changed", ein Song von Virginia McKenna, der textlich ebenfalls die bedrohte Tierwelt ins Gedchtnis ruft sowie den "Kissing Me Song" von Kerrys Solo-CD. Ansonsten gibt es nur Queen-Klassiker wie "Somebody To Love", "Tie Your Mother Down" oder das unvermeidliche "We Will Rock You". Den Lwenanteil des Gesangs, man beachte bitte das Wortspiel mit Bezug zum o.g. Charity-Projekt, trgt dabei Kerry Ellis, die nun wirklich eine hervorragende Stimme hat. Da kommt ihr die Musical-Ausbildung ganz klar zugute. Brian May spielt dabei meist akustische Gitarren, fr jedes Lied lt er sich eine andere reichen. Aber er ist an diesem Abend auch sehr gut gelaunt, stellt den Gitarrenbringer vor und reit sogar ein paar Witze. So meint er etwa nach vier akustischen Stcken, da zu viel unplugged seiner Gesundheit nicht gut tut und er eigentlich vorhatte, "Smoke On The Water" zu spielen, ihm jedoch noch rechtzeitig einfiel, wo sie sich gerade befinden. Das ist der vielzitierte britische Humor! Es gibt allerdings meiner Meinung nach ein paar Problemchen bei diesem Konzert. Zunchst handelt es sich um eine sehr gediegene Veranstaltung, die Candlelights im Titel stehen auf der Bhne. Dann kann ich mich einfach nicht daran gewhnen, da Queen-Songs von einer Frau gesungen werden, mag ihre Stimme auch noch so schn sein. Es fehlen mir einfach der Dreck und die Power, und hey, "Somebody To Love" akustisch geht einfach nicht. Das erklrt vielleicht auch die zurckhaltenden Reaktionen des Publikums. Im Bhnenhintergrund wurde eine Leinwand aufgehngt, auf die zu den Titeln passenden Fotos und Videos projiziert werden. Das sind dann (natrlich) Lwen und andere Tiere, Kinderfotos der Stars oder, zum Ende hin ein bichen zu oft, Freddie Mercury ("No-One But You", "Love Of My Life" oder "Crazy Little Think Called Love"). Klar, das Konzert hat auch seine starken Momente, etwa das lange und elektrische (!) Solo vor "Tie Your Mother Down" oder die von Brian gesungenen Parts (z.B."39"), was er viel zu selten tut, dabei kann er das doch! Und wenn schon hauptschlich Balladen, wo war dann "Too Much Love Will Kill You"? Was hngen bleibt ist ein "nettes" Konzert, das eher in die Vorweihnachtszeit pat sowie die Erkenntnis, da Freddie fr immer fehlen wird. Und hoffentlich hrt mal die Fragerei nach einem neuen Queen-Snger auf, denn den richtigen dafr gibt es einfach nicht! Auf der Zusatz-Audio-CD enthalten: ein Konzert-Mitschnitt von 2012 mit ein paar anderen Titeln.
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