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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - House of Cards (Season 1 &  2)
Band FILM
Titel House of Cards (Season 1 & 2)
Label/Vertrieb Ascot Elite Home Entertainment
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Veröffentlichung 25.03.2014
Laufzeit 224:00 & 212:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Aktuell ist sie die erfolgreichste Serie bei Netflix, die zweite Staffel wird bereits ausgestrahlt, und eine dritte Staffel wurde in Auftrag gegeben. Die Politserie "House of Cards" mit Weltstar Kevin Spacey als machtgieriger Fraktionschef Francis Underwood.
Die wenigsten werden wissen, dass diese Serie bereits Anfang der 90er in Grobritannien von der BBC entstand, und das US-Pendent ein Remake darstellt. Zudem basiert die Serie auf dem Buch "Ein Kartenhaus" von Michael Dobbs, der unter Margaret Thatcher einst selbst Abgeordneter war, und somit genau wei, wovon er redet. Sicher im Zuge des Erfolgs der Kevin Spacey-Variante erscheinen nun Staffel 1 und 2 der Originalserie ebenfalls unter dem Titel "House of Cards - Das Original" und "House of Cards - Um Kopf und Krone" von Ascot Elite Entertainment hierzulande auf DVD und Blu-ray.
Sehr zur Freude von den Fans des Originals, denn dieses wurde bisher lediglich nur einmal 1992 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt, und seither musste man darauf verzichten, wenn man nicht zu UK-DVDs ohne deutschen Ton griff.
Handlungstechnisch bewegt man sich mageblich auf gleichem Niveau. Francis heit hier Urquhart und ist Fraktionschef der Konservativen. Er will den ihm versprochenen Ministerposten einnehmen, als dieser kurzerhand vom Premierminister vor seiner Nase anderweitig vergeben wird. Fortan wei Francis seine Kontakte und Macht zu nutzen, und beginnt seine Rache perfide auszuarbeiten und vom Stapel laufen zu lassen. Dabei ist ihm nichts und keiner heilig.
Die Parallelen vom Remake zum Original sind berdeutlich, was man ausschlielich positiv werten kann. Selbst die Gesprche von Francis mit dem Zuschauer direkt sind hier schon vorhanden, und auch das ganze Drumherum mit den Medien, seiner Frau und den Parteifreunden/-gegnern spielt sich sehr hnlich ab. Hier ist allerdings alles etwas schneller, was der viel krzeren Spieldauer geschuldet ist. Die Staffeln dauern jeweils lediglich um die 4 Stunden, und sind somit insgesamt gerade mal zwei Drittel so lang wie eine Season des US-Remakes! Das stellt einen kleinen Kritikpunkt dar, da man sich etwas in die Situation hineingeworfen fhlt, und bei den ganzen Namen und Posten sehr aufpassen muss, nichts durcheinander zu bringen. Was aber die Seele der Serie ausmacht ist Ian Richardson als Urquhart, und dieser ist einfach nur diabolisch gut! Es macht einen Heidenspa ihm bei seinen Rnke- und Machtspielchen zuzusehen, wie er einen Faden nach dem anderen spinnt, um diesen kurz darauf wieder abzuschneiden oder weiter auszubauen. Die Serie lebt von ihrer Bosheit, und die lsst sich in "House of Cards" wirklich voll auskosten. Wer Spa an politischen Themen hat, oder wie ich Serienfan ist, der liegt trotz des ergrauten Alters der Serie hier durchaus richtig.
Technisch gesehen muss man leider einige Abstriche machen. Die Serie wurde seinerzeit in 4:3, also Vollbild, gedreht, und was Bildqualitt und Schrfe angeht, ist sie nicht ganz auf der Hhe der Zeit. Der Ton ist altersgem ebenso lediglich in Stereo an Bord.Die Folgen sind bei beiden Staffeln auf je zwei Scheiben verteilt, und die Cover sind schick aufgemacht im Stil des Remakes, was aber aufgrund der Darsteller zu keinerlei Verwechslungen fhren sollte. Bleibt nur zu hoffen, dass die bisher nie bei uns ausgestrahlte und abschlieende Staffel 3 alsbald synchronisiert und nachgeschoben wird.
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