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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - Jack Taylor - Vol. 1
Band FILM
Titel Jack Taylor - Vol. 1
Label/Vertrieb Edel: Motion
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Veröffentlichung 2013
Laufzeit 300:00 & 240:00 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Krimiserien gibt es wie Sand am Meer! Egal ob in Spielfilmlnge oder in kompakten 45 Minuten. Meist sind es Ermittler der Polizei, in den letzten Jahren auch Forensikexperten.
Der Ire Jack Taylor ( Iain Glen) ist von einem ganz anderen Schlag und im Grunde ist dies eine sehr originelle spannende Serie deren erste Staffel sechs Flle auf ebensovielen DVDs beinhaltet.
Aus der Polizei ist Taylor rausgeflogen, da er einem Minister eine reingehauen hat, beim Volk ist er dafr beliebt und geschtzt. Nun agiert er als Privatschnffler dessen Bro eine Kneipe ist und luft noch immer im schnittigen Wintermantel der Polizei herum. Als Running Gag mchte diese den Mantel regelmig zurck. Der Endvierziger mit dem drei Tage Bart hat Schlag bei Frauen und leider einen Hang zu hartem Alkohol was ihn beides in den sechs abwechslungsreichen Fllen mehr als einmal in die Bredouille bringt. Taylor kann kmpfen, ist ein schlauer Ermittler - bekommt aber oft "eine aufs Maul" und landet dann ldiert im Krankenhaus. Bei der Polizei ist er wegen seiner Eskapaden nicht gerne gesehen aber man hat Respekt, er freundet sich mit der jungen Polizistin Kate Noonan an die ihm Tipps gibt. Ansonsten gibt es da noch seine alte Mutter, eine harte Frau zu der er ein nicht so herzliches Verhltnis hat. Aber auch der ketten rauchende Pfarrer der echten Westkstenstadt Galway ist neben seinem ehemaligen Kollegen Superintendent Clancy eine wiederkehrende Figur.
Die sechs Episoden sind deshalb so spannend da sie unkonventionell und nicht ritualisiert wie viele Reihen ablaufen. Oft gibt es einen Bezug zu Taylors Vergangenheit und Leben. Neben den Fllen wird in der Handlung noch das Leben von Taylor chronologisch abgehandelt, die Figur entwickelt sich und auch seine private Geschichte.
Am Ende der sechs Episoden ist man als Zuschauer gefesselt von dieser deutsch-irischen Co-Produktion und will unbedingt die zweite Staffel sehen die hoffentlich bald bei uns in Deutschland erscheint!
Taylor ist ganz in der Tradition alter Helden wie "Detektiv Rockford" oder "Magnum" nur auf seine ganz eigene Weise. Man muss der Reihe zu gute halten, dass hier keine Irlandklischees verbraten wurden und Hauptdarsteller Iain Glen hervorheben ("Tomb Raider", "Resident Evil") der wirklich famos in dieser Rolle ist und einfach Taylor ist!
Inhaltlich ist also alles im grnen Bereich, auch in Sachen Bild, Ton, Schnitt - aber in Sachen Ausstattung, Umfang hat sich das Label / Macher nicht mit Ruhm bekleckert! Eine in Englisch gedrehte Serie liegt im Jahre 2013 nur mit deutschem Ton vor, Untertitel gibt es auch keine und Extras sind bis auf sterbenslangweilige kurze Interviews auf jeder Folge mit dem Regisseur oder sonst wem einfach zu wenig fr eine Reihe die schon im ZDF und eventuell seinen Spartenkanlen lief! Wo ist da der Reiz fr den Zuschauer die Staffel zu erwerben?
Ein Feature ber den Schriftsteller Ken Bruen und dessen Originalbcher wre doch hier mehr als angebracht gewesen.
Das ist das einzig negative an dieser tollen, neuen Serie.
Anschauen!
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