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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FILM - A Tale of Two Sisters (Blu-ray)
Band FILM
Titel A Tale of Two Sisters (Blu-ray)
Label/Vertrieb 3L Vertriebs GmbH & Co KG
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Veröffentlichung 23.01.2014
Laufzeit 115:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Was waren das noch Zeiten, als man sich die asiatischen Grusler aus China importieren musste, weil der Markt hierfr bei uns noch nicht vorhanden war, Anfang der 2000er Jahre. Dafr konnte man aber ziemlich gewiss sein, dass man bei Granaten wie "The Ring", "Pulse", oder auch "Ju-On" vor Schauer znftig ins Sofakissen beien musste!
Seither hat sich enorm viel getan, und die Streifen wurden nach und nach alle hier verffentlicht, haben ihren Fankreis mehr als gefunden. Es wurde gar eine schiere Welle losgetreten, die nun nicht nur Regisseure aus Japan dazu brachte einen Film nach dem anderen der Art abzuliefern. So auch den Koreaner Kim Ji-Woon, der uns mittlerweile als Regisseur des Schwarzenegger Vehikels "The Last Stand" bekannt ist. Dieser drehte 2003 das Werk "A Tale of Two Sisters", welches nun endlich auch hierzulande auf einer technisch guten Blu-ray mit massig Extras erscheint.
Die Geschichte scheint denkbar simpel. Die zwei Schwestern Su-mi und Su-Yeon kommen nach Aufenthalt in einer Anstalt zurck nach Hause. Dort wartet der eher lethargische Vater auf sie, und eine nicht gerade wohlgesonnene Schwiegermama. Doch das liegt freilich nicht das Einzige Problem in koreanischen Landgefilden, denn seltsame Ereignisse hufen sich, und etwas Bses scheint Einzug in das Haus der Familie gehalten zu haben.
Mehr mchte ich hier nicht verraten, auch wenn "A Tale of Two Sisters" sich definitiv abhebt von den gngigen asiatischen Gruselstreifen. Ji-Woon verlsst ber weite Strecken die Pfade der plumpen Schockmomente und setzt diese eher sprlich, dafr aber mit Bedacht ein. Vielmehr ist es die ganze unheimliche Grundstimmung, unterstrichen mit dialogarmer aber optisch genialer Entwicklung ber die Laufzeit hin gesehen. Auerdem wird das dramatische Geschehen mit einem wirklich sehr gelungenen, instrumentalen Soundtrack prsentiert. Man sollte hier in jedem Fall darauf gefasst sein, dass es schon etwas Hirnschmalz erfordert die Auflsung zu verstehen, was diesen Asiagrusler durchaus auf eine etwas hhere Ebene hebt, als seine Genrekollegen. Wer sich darauf einlassen kann, erlebt auf jeden Fall ein nicht zu unterschtzendes Werk eines absolut versierten Regisseurs, der berdies auch mit "Bittersweet Life" und "I Saw the Devil" weiterhin bewiesen hat, dass er sein Handwerk versteht.
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